Schön und auch noch ökologisch verpackt machen Geschenke für klimabewusste Menschen doppelt Freude. Foto: Weber
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Schön und auch noch ökologisch verpackt machen Geschenke für klimabewusste Menschen doppelt Freude.

Puchheim for Future

Tipps zum Einpacken von Geschenken: Klimaschutz geht auch an Weihnachten

  • Andreas Schwarzbauer
    vonAndreas Schwarzbauer
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Puchheim for Future will auf Klimabelastung durch Papierproduktion aufmerksam machen und gibt Tipps fürs Einpacken von Geschenken.

Puchheim – Unter dem Motto „Schenken mit Herz, Verpacken mit Verstand“ stand die jüngste Klimawache von Puchheim for Future am Puchheimer Bahnhof. „Wir wollen auf ein großes Umweltthema aufmerksam machen, das immer wieder hinten runterrutscht: die Belastung für das Klima durch die Herstellung von Papier“, sagt Organisator Michael Dippold. Dafür werde „wahnsinnig viel Energie“ verbraucht und es müssten unzählige Bäume gefällt werden.

Papierverbrauch

Gerade in der Weihnachtszeit steige der Papierverbrauch stark an. Daran könne jedoch jeder einzelne etwas ändern, meint Dippold. Die Aktivisten hatten zahlreiche Tipps dabei. Das Wichtigste: „Man sollte für Geschenke nicht immer Hochglanzfolie, sondern stattdessen Recyclingpapier verwenden.“ Doch nicht nur beim Verpacken kann man Papier sparen.

„Deutschland hat pro Kopf einen so hohen Papierverbrauch wie kein anderes Land auf der Welt. Wir benötigen etwa so viel an Papierprodukten wie Afrika und Südamerika zusammen“, sagt Maria Rothbucher. Sie hat deshalb noch andere Vorschläge. Beispielsweise könne man Weihnachtskarten aus alten Schuhkartons zuschneiden und diese mit Bildern und Sprüchen aus Zeitungen oder Zeitschriften bekleben. Aus Teebeutel-Verpackungen hat Rothbucher zudem wunderschöne Sterne gebastelt. „Das sind alles Dinge, die man zuhause hat und aus denen man einfach Weihnachtsschmuck machen kann“, sagt sie.

Rund eine Stunde stehen 25 bis 30 Aktivisten am Puchheimer Bahnhof und wollen mit Plakaten auf ihr Anliegen aufmerksam machen. Doch die meisten Passanten eilen an ihnen vorbei. „Es gibt interessierte Blicke, aber nur wenige bleiben stehen“, bedauert auch Dippold. Aber entmutigen lassen will er sich davon nicht. „Klimaschutz ist ein komplexes Thema. Wir brauchen einen langen Atem.“ Deshalb trifft sich Puchheim for Future auch 2021 jeden letzten Freitag im Monat zu seiner Klimawache.

Tipps zum Umwelt- und Klimaschutz rund um das Weihnachtsfest

Für alle, die in der Weihnachtszeit gerne Geschenke machen, dabei aber Papier sparen wollen, haben die Aktivisten von Puchheim for Future noch ein paar Tipps: Geschenkpapier könne man mehrfach nutzen. Auch lassen sich alte Zeitungen mit Kartoffeldruck oder Sterneaufklebern verschönern und zum Verpacken verwenden. Gar kein Papier benötigt, wer ein Geschenk in ein anderes Geschenk packt, beispielsweise ein Kochbuch in eine Schürze. Auch wiederverwendbare Blechdosen lassen sich als geschenkverpackung nutzen. Die japanische Lösung: Geschenke in Tüchern (sogenannten Furoshiki) verpacken.

Die Puchheimer Ortsgruppe des Bund Naturschutz weist darauf hin, dass auch der Christbaumkauf ökologische Aspekte hat: Billigware aus Plantagen wird meist von weit her angefahren. Das Abholzen und Entsorgen verbraucht CO2. Der Kauf von Bäumen, die in der Region geqwchsen sind, bringt da schon eine Einsparung. Mit dem Kauf ökologisch angebauter Bäume lässt sich auch der Einsatz von Pestiziden, Herbiziden und Kunstdünger verringern, so der BN. Verkaufsstellen in der Region gebe es. as/sr

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