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Die Stadtratskandidaten der CSU für die Kommunalwahl 2020.

Puchheimer CSU nominiert ihre Stadtratskandidaten

28 CSU-Mitglieder haben am Montagabend die Kandidaten der Puchheimer CSU für ein Stadtratsmandat bei der Kommunalwahl 2020 nominiert.

Puchheim –  Die großen Überraschungen blieben aus. Teilweise gab es ungültige Stimmen, aber ansonsten wurde einstimmig die Liste so bestätigt, wie der Vorstand sie vorgeschlagen hatte.

Als Bürgermeisteranwärterin auf Platz eins steht Karin Kamleiter. Sie geht als Spitzenkandidatin für die Puchheimer CSU in den Wahlkampf für die Stadtratswahl. Auf Platz zwei folgt ihr der Mann, der sich eigentlich selbst Hoffnungen auf das Amt des Rathauschefs gemacht hat, der Fraktionsvorsitzende der CSU im Stadtrat, Thomas Hofschuster. Hofschuster hatte aufgrund fehlender Unterstützung im Ortsvorstand seine Kandidatur für die Kommunalwahl 2020 zurückgezogen.

Das sie eigentlich nicht nur Stadträtin, sondern am liebsten Bürgermeisterin Puchheims werden will, davon sprach Kamleiter am Montagabend nicht. In einer kurzen Vorstellungsrunde verriet sie noch einige Details über sich. Sie sei 54 Jahre alt und arbeite bei der Sparkasse in München. Seit 2014 sitzt sie bereits im Stadtrat und erklärte: „Ich will in dem Ort, in dem ich wohne, aktiv mitwirken.“

Auch Hofschuster erwähnte mit keinem Wort seine Ambitionen auf das Bürgermeisteramt. Der 44-jährige Rechtsanwalt stellte aber seine Ziele für die nächste Legislaturperiode vor. Er will sich weiterhin für die Wohnungsentwicklungsgesellschaft (WEP) Puchheim engagieren.

Am Ende fanden sich nur acht Frauen unter den 30 Bewerbern für ein Stadtratsmandat. Die Anzahl jüngerer Bewerber hielt sich ebenfalls in Grenzen. Von den amtierenden Stadträten kandidieren bis auf den früheren Bürgermeister Erich Pürkner erneut alle für ein Mandat. So ergibt sich auch die Reihenfolge: Christian Olschowsky, Günter Hoiß, Sonja Strobl-Viehhauser, Hans-Georg Stricker, Christine Eger, der Vizebürgermeister Rainer Zöller und der für die aus dem Stadtrat ausgeschiedene Ramona Fruhner-Weiß nachgerückte Christian Stadler stehen auf den Plätzen vier, fünf, sechs, acht, neun, zehn und zwölf.

Auch so mancher frühere Gemeinde- und Stadtrat würde gerne wieder in das Gremium zurückkehren. Darunter der 65-jährige Georg von Kleinsorgen, der bis 2008 in dem Gremium mitgearbeitet hat. Er war jahrelang als Dritter Bürgermeister aktiv und hatte sich 2006 für das Amt des Ersten Bürgermeisters beworben.

Das Schlusslicht der 30-köpfigen Liste bildet Dieter Effenberger. „Der grüne Punkt in der Runde“, wie der 59-jährige frühere Mitarbeiter einer Bank scherzhaft betonte. Er ist inzwischen als Kräuterpädagoge tätig.

Der jüngste Kandidat, Dominik Schneider, ist 19 Jahre alt, und bewirbt sich auf Platz sieben um ein Stadtratsmandat. Dem ältesten Bewerber, Gerd Pracel, wurde am Abend der Nominierung zum 80. Geburtstag gratuliert. Pracel aber betonte, er sei nur einer der drei Ersatzkandidaten. Er rückt nach, falls ein nominierter Bewerber seine Kandidatur aufgeben muss. Früher hätte er Lust gehabt, im Stadtrat mitzuarbeiten, aber keine Zeit. Heute habe er Zeit, aber keine Lust mehr, verriet Pracel seinen Parteifreunden. Auf der Liste der drei Nachrücker steht auch der Ortsvorsitzende, Markus Hammer. Er sieht sich selbst ebenfalls nur als Ersatzmann bei der Kommunalwahl 2020. (sus)

Die Liste der CSU Puchheim

1) Karin Kamleiter, 2) Thomas Hofschuster, 3) Thorsten Heil, 4) Christian Olschowsky, 5) Günter Hoiß, 6) Sonja Strobl-Viehhauser, 7) Dominik Schneider, 8) Hans-Georg Stricker, 9) Christine Eger, 10) Rainer Zöller, 11) Georg von Kleinsorgen, 12) Christian Stadler, 13) Renate Luther, 14) Alexander Georg, 15) Claudia Olschowsky, 16) Thomas Prediger, 17) Wolfgang Wirth, 18) Helga Kothmayr, 19) Christoph Meier, 20) Werner Schröder, 21) Johannes Fiolka, 22) Ferdinand von Bothmer, 23) Kristine Gärtner, 24) Stefan Krautkrämer, 25) Peter Nitschke, 26) Manuela Hartl, 27) Thomas Hillenbrand, 28) Maximilian Heinicke, 29) Arnold Vitez und 30) Dieter Effenberger.

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