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Kot im normalen Abfall: Hundebesitzer sauer über Aktion der Stadt

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Beispielfoto: Die Entsorgung von Hundekot ist ein Streitthema in Puchheim. © dpa

Puchheim hat mit Aufklebern Hundebesitzer darauf hingewiesen, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht im normalen Abfall zu entsorgen. Die Aktion zog Häme auf sich.

Puchheim – 166 öffentliche Abfalleimer gibt es in Puchheim, lediglich 33 davon dienen als sogenannte Hundetoiletten. Der Unterschied scheint aber nicht jedem Zeitgenossen klar zu sein, wie jüngst eine Aktion der Stadt zeigte. Auf einigen der zweckentfremdeten Müllkübeln, besonders denen neben Sitzbänken, wurde ein Aufkleber angebracht, mit dem wegen der Geruchsbelästigung gebeten wurde, die gesammelten Hinterlassenschaften der Vierbeiner nicht zum normalen Abfall zu geben. Resultat: Ein Kotbeutel lag auf statt in der Tonne und im sozialen Netzwerk Facebook entwickelte sich ein Shitstorm gegen das Rathaus, berichtete Bürgermeister Norbert Seidl dem Planungsausschuss des Stadtrats. „Die Leute verlangen höchsten Komfort. Wehe, du störst das, weil andere Leute auch Bedürfnisse haben“, kommentierte Seidl den virtuellen Aufruhr. Hundehalter hätten es auch nicht immer leicht, meinte CSU-Stadträtin Christine Eger daraufhin. „Ich bin auch Hundebesitzer, aber auch Bürger,“ widersprach Bauhofleiter Werner Frischmann. „Ich geh’ auch nicht aufs Rathaus und sag, gebt mir Klopapier.“

Der Bauhof-Chef hatte aber eigentlich nur einen Bericht über seine und die Arbeit der Kollegen geliefert. 350 Tonnen öffentlicher Abfall fallen jährlich an, seit zum größten Teil auf Behälter mit seitlichem Einwurfschlitz umgerüstet wurde, sinkt die Menge des dort deponierten Hausmülls. Und auch die Krähen kommen nicht mehr an etwaige Leckerbissen im Abfall.

Kaum Beschwerden gab es laut Frischmann zuletzt bei einem weiteren wichtigen Aufgabengebiet: Dem Winterdienst. Zehn Mann leisteten in der vergangenen kalten Jahreszeit 862 Arbeitsstunden, 590 davon außerhalb der „regulären“ Arbeitszeit. Der erste Bauhof-Mitarbeiter steht um halb drei auf, um gegebenenfalls die Kollegen zu aktivieren. Geräumt wird nach einem Stufenplan, der von der Schneehöhe abhängig ist. Zuerst Hauptstraßen, Schulwege und Buslinien, dann untergeordnete Durchgangsstraßen, zuletzt, ab zehn Zentimeter hoher weißer Pracht, auch reine Anliegerstraßen, wenn denn dort ein Durchkommen ist.  op

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