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Wegen Bau-Booms

Kunstrasenplatz wird deutlich teurer

Der Stadt sind ihre Sportler lieb und extrem teuer. Wie jetzt bekannt wurde, steigen die Aufwendungen für den geplanten Kunstrasenplatz und die benachbarten Sportflächen um fast 20 Prozent auf 1,35 Millionen Euro. 

Puchheim – Dazu kommen noch Entsorgungskosten für den schadstoffbelasteten Belag des alten Hartplatzes in Höhe von über 60 000 Euro. Der Stadtrat stimmte der Vergabe der Arbeiten an eine Firma aus Memmingen trotzdem zu.

Der beauftragte Planer machte die boomende Baukonjunktur gerade im Raum München für die Kostenexplosion verantwortlich. Die letzte Preisschätzung sei im vergangenen Jahr noch durchaus realistisch gewesen. Nur sei der Markt heuer „schon früh im Jahr gesättigt“. Umso mehr werde eine „ordentliche Bauleitung“ versuchen, die Kosten zu drücken. Von vornherein aus dem Gesamtauftrag herausgerechnet wurden die sogenannten „vorbereitenden Erdarbeiten“: Derzeit werden noch Angebote für den Abtransport des Hartplatz-Materials eingeholt. Die Belastung unter anderem mit Schwermetallen ist zwar für Sportler nicht gesundheitsgefährdend, auch nicht bei einer Verletzung, dennoch muss der Aushub nach dem Abfallwirtschaftsgesetz eigens entsorgt werden.

Nur Max Keil (ubp) wunderte sich öffentlich über die getrennte Vergabe und prophezeite, dass die Entsorgung wesentlich teurer kommen werde als die zuletzt genannten 60 000 Euro. Er wunderte sich auch über einzelne Positionen, wie die mit 4000 Euro veranschlagten „Mäharbeiten“ für den Bewuchs auf dem schon länger nicht mehr genutzten Hartplatz. Seinem Antrag, die Entscheidung zurückzustellen, bis Klarheit über die Kosten herrsche, folgte aber kein anderes Gremiumsmitglied.

Am Sportzentrum entstehen neben dem Kunstrasenplatz für die Fußballer neu oder wieder auch Stockbahnen, eine Skateranlage und ein Beachvolleyballplatz.  op

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