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Wenn es die Männer nicht hinkriegen, müssen die Frauen ran: Das ist die Devise von Organisatorin Magdalena Maier (r.) und Franzi Studeler. 

Vorbereitungen auf den traditionellen Termin

Die Maibaum-Madl von Puchheim-Ort

Es ist nicht mehr lang hin, bis im ganzen Landkreis die Maibäume aufgestellt werden. Überall laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. In Pucheim-Ort haben dabei zwei junge Frauen das Heft in der Hand. Aber natürlich sind auch starke Männer gefragt.

Puchheim-Ort – Der Burschenverein ist Geschichte, doch sein Vermächtnis lebt weiter. Denn die Anfang des Jahres gegründete Puchheim Ortler Jugend übernimmt viele der traditionellen Aufgaben des Dorfvereins. Dazu gehört auch das Maibaumaufstellen.

Die 19-jährige Vorsitzende des Ortler Jugend Vereins hat nach dem erfolgreich bestrittenen Osterfeuer und mit der Organisation des Maibaumaufstellens ihre Führungsqualitäten unter Beweis gestellt. „Anfangs war es schon schwierig in dieser Männerwelt zu bestehen, aber es war schnell klar, dass ich das packe und dann gab es keine Diskussion mehr“, erzählt Magdalena Maier. „Außerdem haben sich die meisten gefreut, dass es jemand macht.“ Und: „Wenn es die Männer nicht hinkriegen, dann muss es halt eine Frau machen.“ Doch die angehende Agraringenieurin ist nicht allein. Viele Puchheimer unterstützen sie und den Verein tatkräftig, und die junge Vorsitzende sieht das ganz pragmatisch: „Wir Frauen übernehmen einfach die Organisation, das können wir eh besser und die Männer dürfen die Muskelarbeit leisten.“

Magdalena und ihre Mitstreiter haben für den 1. Mai große Pläne. „Wir wollen ein riesiges Fest für Groß und Klein veranstalten und wir rechnen damit, dass viele Leute kommen werden“, sagt die engagierte Puchheimerin selbstbewusst.

Ausgerechnet die größte Konkurrenz kommt dabei aus der eigenen Stadt – nämlich aus Puchheim Bahnhof. Zeitgleich mit den Ortlern stellt die Feuerwehr Puchheim Bahnhof ihren Baum auf. Das ist dem Umstand geschuldet, dass durch die Auflösung des alten Vereins der Aufstellrhythmus durcheinander gebracht wurde. Magdalena Maier will das aber wieder ändern: „Puchheim Bahnhof wäre dieses Jahr dran gewesen, doch unser Baum konnte nicht länger stehen bleiben, daher stellen wir beide auf. Um wieder in den traditionellen Rhythmus zu kommen, überlegen wir Ortler, gleich nächstes Jahr oder erst in drei Jahren wieder einen Baum aufzustellen.“

Das es heuer überhaupt ein Maibaumfest gibt, war der Vorsitzenden und ihren inzwischen 30 Vereinsmitgliedern bereits im vergangenen Jahr klar. Die Tradition sollte unbedingt erhalten bleiben. Bereits um Weihnachten herum wurde ein passender Baum ausgesucht, gefällt und von der Rinde befreit. Zum Trocknen lag die präparierte Fichte bis Anfang April im Wald und wurde vor drei Wochen nach Puchheim gebracht. „Erst wenn der Baum aus dem Wald geholt wird, darf er auch gestohlen werden“, erklärt Magdalena. Jetzt wird Wache geschoben. Und natürlich ist Magdalena mit von der Partie. Und auch andere Vereine passen mit auf. (tel)

Hier eine Übersicht über die Maifeiern in der Region.

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