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Puchheim-Ort

Marode Heizung: Asylunterkunft droht das Aus

Die Flüchtlinge in der Unterkunft an der Alten Bergstraße stehen vor einer ungewissen Zukunft. Die Heizung in dem alten Gebäude ist offenbar marode, läuft nicht mehr zuverlässig.

Puchheim-Ort –  Sollte sie komplett ausfallen, müssen die Bewohner auf andere Unterkünfte in der Region verteilt werden, teilt das Landratsamt mit. Aus Sicht des Asylhelferkreises Puchheim-Ort wäre das eine Katastrophe. Denn die Flüchtlinge aus Syrien seien im Ort gut integriert.

Wie genau es um die Unterkunft steht und wie es weitergeht, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten. Der Asylhelferkreis teilt mit, dass sie zum Jahresende geschlossen und das Gebäude abgerissen werden soll. Eine Sprecherin des Landratsamtes erklärt auf Nachfrage allerdings, dass der Mietvertrag mit den Eigentümern noch bis 2022 laufe. Von einer Räumung bis Ende Dezember und einem Abriss weiß man in der Kreisverwaltung nichts. Sollte die Heizung aber tatsächlich ihren Geist aufgeben, müssten die Bewohner von heute auf morgen ausziehen. Eine Reparatur lohne sich für die Vermieter nicht mehr.

Freunde im Kindergarten, in Schule und im Sportverein

So oder so: Aus Sicht des Koordinators des Helferkreises, Pastor Andreas Hardt, würde durch die Räumung die gut gelungene Integration der Syrer zunichte gemacht. Die Kinder hätten im Kindergarten, der Schule oder im Sportverein viele neue Freunde gefunden. Sollten sie ihre Unterkunft verlassen müssen, wäre das ein „radikaler Abbruch der Beziehungen“, sagt Andreas Hardt.

Insgesamt wohnen nach Angaben des Helferkreises in dem alten Gebäude, das zuvor bereits leer gestanden hatte und zum Höhepunkt der Flüchtlingskrise notdürftig wieder hergerichtet worden war, 24 Personen. Alle Bemühungen der Helfer, Wohnungen für sie in der Nähe zu finden, seien fehlgeschlagen. Damit Flüchtlinge nicht aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen werden, suchen die Helfer vor allem im näheren Umfeld – also in Germering oder Puchheim-Bahnhof. Findet sich nichts, müssten die Bewohner wohl auch in größere Unterkünfte. „Davor haben sie Angst“, sagt Pastor Hardt.  tog

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