Marodes Kinderhaus wird erneuert

Puchheim - Das zähe Ringen hat ein Ende: Das Kinderhaus Maria Himmelfahrt in Puchheim-Ort wird von Grund auf erneuert. Allerdings gibt es auch einen Wermutstropfen.

 Das Kinderhaus Maria Himmelfahrt ist nur alt, sondern auch dringend sanierungsbedürftig. Erst im Sommer vergangenen Jahres waren die Eltern aufgrund der erheblichen Mängel wie einem eingestürzten Vordach und nicht regulierbaren Wasserhähnen auf die Barrikaden gegangen. Daraufhin hatte das erzbischöfliche Ordinariat, das der Träger des Kinderhauses ist, die gröbsten Mängel beseitigt und einen Neubau in Aussicht gestellt.

 Fraglich war unter anderem wie viele Gruppen dort Platz finden sollen. Nach zahlreichen Gesprächen mit der Stadt Puchheim hat sich das Ordinariat nun entschieden: Das Kinderhaus wird erneuert. Ob das in Form einer Sanierung oder eines Neubaus erfolgen soll, ist noch offen. Fest steht aber, dass das neue Kinderhaus nur Platz für drei Gruppen bieten soll, so wie bisher. Eine Erweiterung auf fünf Gruppen kommt für das Ordinariat derzeit nicht in Frage. Das war allerdings der Stadt und auch der vieler Eltern in Puchheim-Ort gewesen. Aufgrund betreffender Geburtsjahrgänge und der Siedlungsentwicklung in Puchheim-Ort wollte die Stadt eine Erweiterung der Einrichtung. Entsprechende Zahlen hatte sie dem Ordinariat vorgelegt.

Doch eine Expertengruppe sah nur Bedarf für drei Gruppen. „Es verwundert uns schon, dass man die Zahlen so interpretiert hat“, sagt Bürgermeister Norbert Seidl (SPD) auf Nachfrage. „Wir sehen den Bedarf. Ein dreigruppige Einrichtung reicht auf Dauer für Puchheim-Ort nicht aus.“ Aufgeben will der Rathauschef deshalb nicht. „Wir bleiben weiterhin miteinander im Gespräch “, kündigt er an. Er möchte das Ordinariat weiterhin von der Notwendigkeit von mehr Gruppen überzeugen. Schließlich beteiligt sich die Stadt auch an den Kosten. Vor allem im Fall eines Neubaus rechnet er sich Chancen aus. „Vielleicht kann ja eine halbe oder eine Gruppe andocken“, sagt er. Seidl würde einen Neubau bevorzugen. Denn das alte Kinderhaus entspreche räumlich nicht mehr den Anforderungen. „Heutzutage baut man ganz anders“, sagt er. Eine Sanierung wäre nur ein Herumdoktern.

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