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Obdachlosigkeit

Mieter bangen nach Silvester-Feuer weiter um ihre Wohnungen

Die Zahl der Obdachlosen, die von der Stadt untergebracht werden mussten, ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr geringfügig gesunken. 

Puchheim – Wie ein jetzt dem Sozialausschuss vorgelegter Bericht zeigt, waren 49 (zuvor 51) Menschen auf mehrere Einrichtungen oder angemietete Wohnungen und Häuser verteilt. In der eigentlichen Obdachlosenunterkunft „Brücke“ konnten mit Stockbetten 14 Personen untergebracht werden, zehn lebten in Hotels und Pensionen, 25 in Mietobjekten, darunter 17 in den beiden Häusern in der Anzengruber- und der Friedenstraße. Der Mietvertrag für letztere Immobilie läuft allerdings im Sommer aus, eine sechsköpfige Familie und zwei alleinstehende Männer brauchen ein neues Quartier.

Familien betroffen wie Alleinerziehende

Einen typischen Puchheimer Obdachlosen gibt es nicht. Familien sind dabei wie Alleinerziehende, Berufstätige wie Menschen, die mehr als nur ein Wohnungsproblem haben. Nur den klassischen „Penner“, der unter einer Brücke nächtigt, gibt es in der Regel nicht. Den Mann, der um den Jahreswechsel auf einer Bank nahe des Bahnhofs geschlafen haben soll, konnten die Mitarbeiter des Sozialamtes nicht mehr ausfindig machen. Eine neue Klientel sind die Mit-Opfer der letzten Brände in Hochhäusern der Planie.

Schnell eine Notlösung

Nach dem Silvester-Feuer brauchte es schnell eine Notlösung für eine fünfköpfige Familie, derzeit sind noch drei Personen aus dem Haus an der Adenauerstraße untergebracht. Und es könnten wieder mehr werden, denn offenbar muss untersucht werden, ob in den Wohnungen direkt unter dem Brandherd nicht die Böden durch das Löschwasser irreparablen Schaden genommen haben. Eine Renovierung würde 14 Wohnungen in sieben Stockwerken betreffen, ob die Hausverwaltung immer selbst ein Ausweichquartier findet, ist ungewiss.

Privates Mietverhältnis

Die Zahl der Obdachlosen wäre um rund 20 höher, wenn es nicht gelungen wäre, für die Bewohner von drei zunächst von der Stadt angemieteten Wohnungen ein festes privates Mietverhältnis zu erreichen. Das verbessert die Statistik, die Wohnungen fehlen andererseits als Unterkunft. Aber es gibt auch Grund zur Zuversicht. Nach den Worten von Bürgermeister Norbert Seidl hat sich der städtebauliche Vertrag mit der Immobiliengesellschaft „Deutsche Wohnen“ in der Planie ausgezahlt: Die Stadt hat hier ein Vorschlagsrecht für Neuvermietungen und wird offenbar auch regelmäßig gefragt. Für die beiden Modulhäuser in Puchheim-Ort, von denen zumindest eines auch als Unterkunft für Obdachlose genutzt werden soll, rechnet der Rathaus-Chef mit der Fertigstellung noch in diesem Jahr.  op

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