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Viel Platz haben diese Puchheimer Grundschüler im neuen Anbau – und neue Lernlandschaften.  

Erweiterung am Gernerplatz

Mit 467 Luftballons Schulanbau eingeweiht

467 Schüler lassen Luftballons steigen und freuen sich, dass die Grundschule am Gernerplatz in Puchheim nach zweijährigen Erweiterungs- und Umbauarbeiten endlich fertig gestellt ist. Die Baukosten betrugen zwölf Millionen Euro.

Puchheim – Am Donnerstag fand die festliche Einweihung des Gebäudes statt. Die Kinder führten Tänze vor und sangen für die geladenen Gäste und Eltern. Dabei kamen auch die Probleme zur Sprache, die während der Zeit des Umbaus aufgetreten waren. Da der neue, dreigeschossige Trakt direkt an das alte Gebäude angebaut wurde, fanden die Arbeiten oft mitten unter den Schülern statt – und es war manchmal sehr laut. Zugleich wurden die alten Räume in drei Phasen saniert. Fast alles ist nun fertig. Nur in der Aula müssen noch Stromkabel verlegt werden.

Rektorin Ruth Frank-Amberger ist vollkommen zufrieden mit dem Ergebnis: „Ich bin stolz auf meine neue Schule“, sagte sie. Das Besondere an den neuen Räumen ist, dass hier das Konzept der Lernlandschaft umgesetzt wurde. „Immer vier Klassenzimmer bilden zusammen eine Einheit. Das heißt, dass die vier Klassen gemeinsam den Gang als weiteren Arbeitsraum benutzen können“, erklärt sie. Die Gänge sind deshalb mit Teppichböden und Sitzgelegenheiten ausgestattet, so dass die Kinder so lernen können, wie es ihnen passt. Alles wirkt sehr hell, da die Klassenzimmer große Fenster haben, auch zu den holzverkleideten Gängen hin.

Bürgermeister Norbert Seidl ist ebenfalls begeistert. „Uns als Stadt Puchheim freut natürlich, dass die Bauarbeiten im Kosten- und Zeitrahmen geblieben sind“, sagte er. Als Gastgeschenk überreichte er eine Packung Tafelkreide, obwohl Kreide in den neuen Unterrichtsräumen kaum mehr benutzt wird: Fast alle Klassenzimmer wurden mit Whiteboards ausgestattet. Das sind weiße Tafeln, die mit einem Computer verbunden werden können. Mittels eines Beamers kann der Lehrer dann das Whiteboard als Bildschirm nutzen.

Auch die leitende Architektin Anja Hofmann ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Mit dem Münchner Architekturbüro Peck-Daam war sie für die Organisation des Projekts zuständig. Neu ist neben den Lernlandschaften die Mensa im Erdgeschoss des Anbaus. Darüber haben auf zwei Etagen Klassenzimmer und Lehrer-Teamräume Platz.

Hinzugekommen sind zudem ein Aufzug und eine grüne Insel: Das ist ein bepflanzter Lichtschacht, der sich vom ersten in den zweiten Stock erstreckt. Die Rektorin sagte am Ende der Feier glücklich: „Unsere Schule ist ganz klar eine der schönsten Bayerns.“

von Katharina Wohlfahrt

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