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Viel zu schnell und elegant, um nicht aufzufallen: Die Spitzentriathletin Rebecca Robisch, schnellste Frau und Zweite des Gesamteinlaufs beim 15. Puchheimer Stadtlauf. 
Die besten Bilder vom Volkslauf in Puchheim
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Rund 150 Sportlerinnen und Sportler genossen am Sonntag den Vorfrühling beim 15.Puchheimer Stadtlauf.
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Rund 150 Sportlerinnen und Sportler genossen am Sonntag den Vorfrühling beim 15.Puchheimer Stadtlauf.
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Rund 150 Sportlerinnen und Sportler genossen am Sonntag den Vorfrühling beim 15.Puchheimer Stadtlauf.
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Rund 150 Sportlerinnen und Sportler genossen am Sonntag den Vorfrühling beim 15.Puchheimer Stadtlauf.
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Die besten Bilder vom Puchheimer Volkslauf.

Publikum begeistert

Mit Top-Triathletin: So war der Volkslauf in Puchheim

Da staunte das Puchheimer Publikum nicht schlecht: Beim Volkslauf war diesmal eine echte Top-Triathletin dabei, die das Feld der Hobbyläufer ordentlich aufrollte. Großes Thema war auch, was sich rund um die Absage des Halbmarathons in Gröbenzell abgespielt hat.

Puchheim – Sie trug zwar eine Riesen-Sonnenbrille und eine Baseball-Kappe, doch ihr technisch perfekter Laufstil verriet: Hier ist ein Voll-Profi unter den 150 Teilnehmern des Puchheimer Volkslaufes. Und nicht irgendeiner, sondern Rebecca Robisch, 30 Jahre alt und eine der deutschen Top-Profi-Triathletinnen der vergangenen Jahre. Vor drei Jahren wäre sie beinahe zu Olympia gefahren – doch die Teilnahme wurde ihr trotz sehr guter Leistungen versagt. Kurz darauf trat die Sportsoldatin zurück. Seit Mai 2018 lebt und arbeitet die Fitnessökonomin in Fürstenfeldbruck. Sie konzentriert sich nun auf Laufwettbewerbe. „Nur zum Spaß“, verrät sie. Beim Zehn-Kilometer-Rennen in Puchheim war sie zum ersten Mal dabei.

Aufregung gab es im Vorfeld des Laufes. Die Nachbargemeinde Gröbenzell hatte den Halbmarathon, der zeitgleich hätte stattfinden sollen, abgesagt. Die Veranstalter vom Sportverein gaben als Grund an, dass sie die Sicherheit der Teilnehmer nicht gewährleisten könnten. Bisher hatte die Gröbenzeller Polizei den Lauf unterstützt. Die Polizeistation wurde aber aufgelöst – und die Olchinger Beamten, die nun zuständig sind für den Ort, werden die Aufgabe nicht übernehmen. Der Veranstalter sollte die Sicherheit in Eigenverantwortung übernehmen. In Puchheim lief alles ganz entspannt, die Germeringer Polizei kümmerte sich um die Straßensperren, die Feuerwehr half.

Dennoch beschäftigte die Teilnehmer eine Frage: Wie konnte es überhaupt zu der Termin-Kollision kommen, die zeitgleich Polizei an zwei Orten notwendig gemacht hätte? „Normalerweise dürfte so etwas nicht passieren“, sagt Michael Rauch, oberbayerischer Laufwart des Bayerischen Leichtathletik-Verbandes (BLV) . Es gilt eine Regel, nach der an einem Wochenende nicht zwei gleichartige Veranstaltungen in einem Umkreis von 50 Kilometern stattfinden sollten. Zumindest nicht, wenn sich die Veranstalter bis zum Redaktionsschluss des BLV-Laufkalenders Mitte November angemeldet haben.

„Wenn der Verband bemerkt, dass sich zwei oder mehr Läufe Konkurrenz machen könnten, schreibt er beide Veranstalter an und macht sie auf den Konflikt aufmerksam.“ Die Vereinsverantwortlichen müssten entscheiden, ob sie ihre Rennen trotzdem durchziehen wollten. Christoph Friedrich, Leichtathletik-Abteilungsleiter des FC Puchheim, sagt, dass er zwar den Olchinger Lauf auf dem Schirm hatte, der am kommenden Wochenende startet, aber nicht den Gröbenzeller. Offenbar ist da bei der Planung von Seiten des BLV etwas schiefgelaufen, das wurde aber noch nicht offiziell bestätigt.

Für die Sportler hatte das alles aber keine Auswirkungen. Es herrschte eher Heile-Welt-Stimmung bei strahlendem Sonnenschein, dafür sorgten auch rund 40 Kinder und Schüler bei ihrem Rennen über 800 Meter und 1600 Meter.

Die Ergebnisse

Bei den Erwachsenen siegte Paul Günther (Tri Team FFB). Rebecca Robisch war die schnellste Frau und wurde Zweite beim Gesamteinlauf. Routinier Günther wählte seine übliche Start-Ziel-Taktik: extrem schnell angehen und dann beten, dass die Kräfte bis zum Schluss reichen. Zwei bis drei Läufer versuchten anfänglich, mit der Brucker Triathlon-Ikone Schritt zu halten, es folgte eine Gruppe mit fünf Männern – darunter Lokalmatador Georg Kinadeter – sowie Robisch.

Mit jeder der fünf Runden rückte die zierliche Ausdauersportlerin weiter einen Platz nach vorne. Bis sie in der Schlussrunde nur noch den Leipziger Julian Sinke und (uneinholbar) Günther vor sich hatte. „Keine Ahnung, wo die anderen Männer geblieben sind, plötzlich waren sie weg“, berichtete Robisch im Ziel. Auf den letzten Metern sprintete sie noch dem 28-jährigen Sinke davon. Die Uhr blieb bei 35:55 Minuten stehen.

Auffällig: Unter den Top Ten fanden sich außer Günther (34:11), Kinadeter (10., 38:08) und dem Neu-Puchheimer Lukas Bergmann (9., 37:59) keine Landkreis-Sportler. Im Gegensatz zu den Frauen: Andrea Becker-Pennich (Tri Team FFB) lief als Zweite ein (42:43) ein, die Puchheimerin Franziska Ortner als Dritte (47:31).

Auf der Vier-Kilometer-Strecke drückten die FCP-Talente Reto Spalinger und Raphael Beck auf die Tube; Spalinger holte in der letzten Kurve einen Fünf-Sekunden-Vorsprung heraus und siegte (15:47). Schnellste Frau (21:37) war zu ihrer eigenen Überraschung die Schöngeisingerin Zuzana Pfaffner: „Bin ich tatsächlich Erste? Das ist ja toll, ich hab noch nie was gewonnen.“ Silber ging an die Freisingerin Margit Schulzki (22:53).

Von Horst Kramer

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