Gabionen statt Hecken: Ein Trend, der den Lebensraum für Tiere u nd Pflanzen einschränkt. 

Foto-Ausstellung

Naturschützer warnen vor versteinerten Gärten

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Derzeit ist es ganz offensichtlich in, seinen Vorgarten recht puristisch zu gestalten – mit wenig Pflanzen und viel Beton, Stein und Pflaster. Diesen Trend hat die Kreisgruppe Landshut des Bund Naturschutz (BN) erkannt und betrachtet ihn als alarmierend. Deshalb hat sie die Fotoausstellung „Tatort Garten – Ödnis oder Oase“ konzipiert. Die Initiative ist auch bei den BN-Kollegen in Puchheim und der Stadt auf offene Ohren gestoßen.

Puchheim –  „Eine unheilvolle Entwicklung“ zeichne sich ab, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Gärten, insbesondere die Vorgärten, würden immer mehr versteinern. Bedeutet: Garagenzufahrten werden komplett versiegelt, Restflächen werden mit weißen Kieseln und einem dekorativen Bonsai-Bäumchen versehen und massive Gabionen dienen als blickdichte Zäune. Die Naturschützer fürchten, dass Schmetterlinge, Insekten und Kleingetier keinen Lebensraum mehr finden. Das Insektensterben habe auch akute Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion. Gerade wachse das Bewusstsein über diese Problematik bei den Menschen, das Bienensterben scheint in aller Munde zu sein. Somit sei es höchste Zeit, sich darauf zu besinnen, den Tieren auch vor der eigenen Haustür Bedingungen zu bieten, unter denen sie existieren könnten.

Die Fotoausstellung zeigt abschreckende Aufnahmen von Ödnis in Gärten. Ebenso werden Aufnahmen zu sehen sein, die zeigen, wie sich die Natur selbst im kleinsten Winkel zu Oasen entfalten kann – wenn man sie nur lässt. Als Begleitprogramm gibt es zwei Vorträge: Am Freitag, 15. Juni, 19 Uhr, referiert Brigitte Thema über naturnahe Gärten im Rathaussaal. Am Donnerstag, 21. Juni, 19 Uhr, informiert Anke Simon über die Lebensweise von Wildbienen. Zum Abschluss bietet sich am Sonntag, 24. Juni, von 14 bis 18 Uhr die Möglichkeit, schöne und interessante Gärten in Puchheim zu besichtigen. gar

Die Ausstellung

wird am Samstag, 9. Juni, 17 Uhr, eröffnet. Dann kann sie zu den Rathaus-Öffnungszeiten sowie samstags und sonntags von 11 bis 16 Uhr, jedoch nicht am Samstag, 16. Juni, besichtigt werden.

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