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Die Turnhalle am Schulzentrum ist in die Jahre gekommen. Ein Neubau muss her.

Millionenprojekt am Schulzentrum

Neue Turnhallen: Puchheim bremst Landratsamt

Nicht so eilig, liebes Landratsamt, war jetzt Mehrheitsmeinung im Bauausschuss des Puchheimer Stadtrats, der über den Neubau der Sporthalle im Schulzentrum zu entscheiden hatte. 

Puchheim – Unumstritten war zwar, dass die neue gemeinsame Drei- und Zwei-Feld-Halle für Gymnasium und Realschule notwendig und willkommen im Sinne der Kinder sei. Im Detail gab es aber erhebliche Bedenken gegen die Planung des Landkreises.

So etwa gegen das Beach-Volleyball-Feld und den Hartplatz auf dem Dach des Gebäudes. Die innovative Idee sei im Sinne des flächensparenden Bauens zwar zu begrüßen. Bei jedem privaten Bauvorhaben würde das Landratsamt angesichts solcher Nutzung und der Nähe zur Wohnbebauung aber ein Lärmgutachten fordern, kritisierte Erich Pürkner (CSU). Als Bauherr in eigener Sache gelte das offenbar nicht. Die nächsten Häuser im reinen Wohngebiet an der Bürgermeister-Ertl-Straße wären nur 37 Meter von dem Neubau entfernt.

Auch dass der Kreis großzügig auf städtischem Grund plant statt auf dem eigenen geräumigen Grundstück, war mehreren Ausschuss-Mitgliedern ein Dorn im Auge. Für Anlieferungen und als Feuerwehr-Zufahrt soll der Weg zum Kindergarten mitgenutzt werden. Auch die Parkplätze lägen Grund der Stadt Puchheim.

Die Höhe des Gebäudes, das mit 13 Metern sogar das benachbarte Gymnasium überragen würde, wurde dagegen akzeptiert. Allerdings war in der Diskussion auch von einem „Riesenklotz“ und sogar von einem „Ungetüm“ die Rede.

Um das Landratsamt nicht zu brüskieren, wurde das Vorhaben aber nicht rundweg verworfen. Laut Beschluss wird das Einvernehmen mit der Planung „derzeit nicht erteilt“, aber bei Anerkennung der Puchheimer Bedenken „in Aussicht gestellt“.

Dass es eine neue Sporthalle braucht, steht außer Frage. Die alte Turnhalle, die aus den 1970er- Jahren stammt, entspricht nicht mehr heutigen Anforderungen. Zudem wurde sie für mehrere Monate als Asyl-Notunterkunft genutzt und dementsprechend in Mitleidenschaft gezogen. (Olf Paschen)

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