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Bereit für durstige und hungrige Gäste: Th omas Breitenfellner (l.) und Sascha Baum in der Brotspielerei im PUC. 

PUC

Neue Wirte in Puchheim: Sie bringen Kulinarik ins Kulturzentrum

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Am heutigen Donnerstag öffnet die neue Gastronomie im Puchheimer Kulturzentrum PUC, die Brotspielerei, zum ersten Mal ihre Türen. 

Puchheim – Das Pächter-Duo Thomas Breitenfellner und Sascha Baum setzt auf schnelle kulinarische Häppchen für Konzertbesucher ebenso wie auf Laufkundschaft und große private Feiern. 

Respekt vor Lebensmitteln in der Brotspielerei Puchheim

Wenn man so will, ist Sascha Baum auch ein Künstler und passt somit bestens ins Kulturzentrum PUC. Der Koch ist nicht nur Kreativschaffender der Kulinarik, er hat auch ganz klare Vorstellungen von seiner Arbeit. „Man muss Respekt vor den Lebensmitteln haben“, sagt er. Viele Gastronomen, die ihr Handwerk nicht gelernt haben, würden einfach Unmengen einkaufen und müssten dann Sachen wegschmeißen, weil sie es nicht verwerten konnten. So etwas würde ihm nicht passieren.

Sascha Baum und Thomas Breitenfellner haben zumindest im östlichen Landkreis einen gewissen Bekanntheitsgrad. Die beiden übernahmen vor einigen Monaten die Alte Schule in Gröbenzell, Breitenfellner führt außerdem sehr erfolgreich das Flori in Eichenau. Dem PUC half der Gastronom lange mit Catering aus, am heutigen Donnerstag wird nun der neue Laden offiziell eröffnet: die Brotspielerei – eine ganz besondere Herausforderung.

Brotspielerei Puchheim kein klassisches Restaurant

„Ein klassisches Restaurant kann hier nicht funktionieren“, erklärt Breitenfellner. Man muss vielfältige Kulturveranstaltungen wie Kabarett, Tanztees und auch Bücherflohmärkte unter einen Hut bringen und gastronomisch abdecken. Der Gröbenzeller setzt einerseits auf Tempo: „Wir bieten den Besuchern an, vor dem Konzert schnell etwas zu essen und zu trinken.“ Das kann aber nicht alles sein.

Brotspielerei Puchheim fast jeden Tag geöffnet

Wer seinen 50. Geburtstag feiern will, kann die Räumlichkeiten ebenso nutzen wie Firmen für Feiern oder auch Privatleute für Hochzeiten. Eine flexible Wand kann – je nach Bedarf – zum Saal hin geöffnet oder verschlossen werden. Willkommen ist aber genauso der Puchheimer, der einen schnellen Espresso auf dem Weg zur S-Bahn trinken will. Die Öffnungszeiten sind Mittwoch bis Samstag von 18 bis 23 Uhr. „Nimmt man die Veranstaltungen hinzu haben wir fast jeden Tag offen“, erklärt Breitenfellner. Das Bier kommt von den Brauereien Kaltenberg und Augustiner.

Rustikale Holzbretter in der Brotspielerei Puchheim

Bei der Speisekarte ist der Name Programm. „Wir haben tolle Brote, wie Walnussbrote oder kleine Portionsbrote“, sagt Koch Sascha Baum. Angeboten wird zum Beispiel „Bayern Drei“, mit Obatzdn, Wurstsalat und Radieserlcréme, serviert auf rustikalen Holzbrettern. Oder auch „kleine Schweinereien“, wie Fleischpflanzerl und Kartoffelsalat. Für Vegetarier gibt es etwa Flammkuchen mit Gorgonzola und Birnen. Baum setzt bei allem auf hohe Qualität und Regionalität. Ein kleiner Laden (eigentlich eher eine Regalwand) am hinteren Ende des Lokals bietet Produkte von heimischen Händlern an.

Für das hochmoderne Ambiente hat die Stadt, die das PUC betreibt, gesorgt. „Es ist toll geworden. Ich bin froh, dass wir endlich wieder eine Gastronomie hier haben“, lobt Bürgermeister Norbert Seidl. Für rund eine halbe Million Euro wurde das Konzept ausgetüftelt. Eine Beraterfirma stand zur Seite, Stadträte aus jeder Fraktion waren an dem Arbeitskreis beteiligt. 

Bar mit Tresen das Herzstück der Brotspielerei Puchheim

Nun ist eine lange Bar mit Tresen das Herzstück der Brotspielerei. Darüber baumeln Lampen im angesagten Industriestil und eine Holzkonstruktion. „Das ist eine Reminiszenz an die Flugzeuge früher auf dem Flugfeld“, so Seidl. Ein verbindendes Element zur Geschichte der Stadt. Von „seinen Puchheimern“ wünscht sich Seidl, dass sie voller Neugier das neue Angebot entdecken. Breitenfellner ergänzt: „Und uns auch eine gewisse Toleranz in der ersten Zeit entgegenbringen, wenn sich die Abläufe alle noch einspielen müssen.“

Kulturamtsleiter Michael Kaller konnte in den vergangenen Wochen schon einen ersten Eindruck gewinnen. Die Bar kam bereits beim Tanztee am vergangenen Sonntag zum Einsatz. „Und sie wurde sehr gut angenommen.“ Die kleine Bar in der Lobby mit Getränken gibt es übrigens auch weiterhin. „Die Gastronomie hebe die Veranstaltungen auf ein neues Niveau“, erklärt Kaller. Nun könne man sogar mit Ambiente punkten, das sei in den letzten Jahren nicht mehr der Fall gewesen.

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