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Gefährt und Fahrer als Hingucker: Christian Blessing und sein Fendt Favorit 45 zogen viele Blicke auf sich.

Puchheimer Bulldogtreffen

Die Oldies unter den Traktoren sind eine Schau

Puchheim - Jedes zweite Jahr laden die Bulldogfreunde aus Puchheim zum Stelldichein der Traktoren- und Zugmaschinenbesitzer. Auch heuer hat die Präsentation der Trecker und Schlepper sowohl den Ausstellern als auch den über 900 großen und kleinen Besuchern viel Freude bereitet.

Blitzblank geputzt präsentiert sich das Modell Straßenmops. Der Lanz ist der Oldie der Veranstaltung. Als Baujahr 1923 bis 1927 weist ihn der Spickzettel aus, der über die wichtigsten inneren und äußeren Werte der rund 150 Fahrzeuge informiert. Voller Respekt steht Peter Wurmser davor. Fast ehrfurchtsvoll nähert sich der 59-jährige Olchinger dem Lanz. „Schon beeindruckend“, sagt er und blickt noch einmal, wie zur Bestätigung auf das Baujahr des Fahrzeuges, das das Bulldog-Mitglied Johann Seidl und Brigitte Spitznagel als Besitzer ausweist. Dann sinniert Wurmser ein wenig über Wertarbeit zwischen einst und jetzt. „Mal schauen, ob die computergesteuerten Hightech-Traktoren genauso lange halten?“

Für Sergius Ruppaner, Vorsitzender der Bulldogfreunde, stellt sich diese Frage gar nicht. „Faszinierend, mit welcher Einfachheit und Robustheit früher gebaut worden ist.“ Diese Wertarbeit zu präsentieren, macht für ihn gleichermaßen Sinn und Spaß. Doch alle zwei Jahre ein Bulldog-Treffen sei genug. „Es wird sonst in der Region zu viel mit solchen Treffen“, sagt Ruppaner. Zudem nerven ihn die Zunahme an Auflagen, etwa bei Rundfahrten mit Bulldog und Anhänger. „Früher hast Du schon auch geschaut, dass alles in Ordnung ist. Aber dann ist es halt losgegangen.“ Jetzt brauche es Ausnahmegenehmigungen für den Straßenverkehr und den TÜV. „Wie bei den Faschingswagen“, sinniert Ruppaner. „Selbst, wenn sich überhaupt nichts geändert hat, aber es braucht einen Stempel und es kostet Geld.“

Einiges an Geld hat Christian Blessing bereits in seinen „Fendt Favorit 4S“ hineingesteckt. Denn das Gefährt, Baujahr 1970, wird unter anderem noch beim Heumachen eingesetzt. Bei dem Bulldogtreffen genießt er die Aufmerksamkeit. „Vor allem bei der Anfahrt staunen die Leute schon“, erzählt er. Wie lange das allerdings noch geht, weiß der Germeringer nicht. „Es ist ein seltenes Modell und die Ersatzteile werden allmählich rar.“ Umso mehr achtet er die Besitzer älterer Modelle. „Bewundernswert, was die manchmal auf die Beine stellen, damit ihr Fahrzeug lange erhalten bleibt.“

Das ist ganz im Sinne von Ruppaner und seinen Bulldogfreunden, die das Treffen seit dem Jahr 1989 auf die Beine stellen. „Es hat ja was von einem Museum, was wir präsentieren.“

von Hans Kürzl 

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