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Insektenschutz 

Pflanzengifte auch auf Puchheims Stadtäckern verboten

 Auch die Stadt Puchheim will aggressive und möglicherweise gesundheitsgefährdende Pflanzenschutzmittel von ihrer Flur verbannen. 

Puchheim – Der Planungsausschuss des Stadtrats stimmte jetzt für eine künftige Vertragsklausel, nach der den landwirtschaftlichen Pächtern auf städtischen Grundstücken die Verwendung von Glyphosat und Neonicotinoiden untersagt würde. Sowohl Umweltbeirat als auch CSU-Fraktion hatten eine solche Regelung beantragt.

Die Stadt selbst setzt auf ihren Grünflächen schon seit Jahren keine Totalherbizide oder Insektizide mehr ein. Unklar ist, ob solche Mittel auf den knapp 20 verpachteten Flächen verwendet werden. Zumindest Glyphosat spielt nach Einschätzung des in Puchheim lebenden Kreisbauern-Obmanns Georg Huber keine Rolle. Dennoch sollen die Nutzer bei Neuverpachtungen oder bei bestehenden Verträgen im Rahmen einer Änderungskündigung künftig auf einen Verzicht verpflichtet werden. Sowohl Glyphosat als auch die Neonicotinoide, die vor allem als Saatgutbeizmittel verwendet werden, stehen in dringendem Verdacht, das Insektensterben zu befördern.

Außerdem soll den Landwirten auf städtischem Grund ein Maisacher Modell zur Nachahmung empfohlen werden: Wer Blühstreifen ansät und unterhält, soll für diese Fläche von der Pachtzahlung befreit werden. Allerdings stellt sich die Frage, ob dies auf den meist schmalen Äckern wirtschaftlich vertretbar ist. Schließlich will Puchheim sich auch für das Projekt „Brucker Land blüht auf“ bewerben. Ziel der Idee ist, auch innerorts durch möglichst naturnah gestaltete Grünflächen die Biodiversität zu fördern.

Puchheim schließt sich damit an eine Reihe von Nachbarkommunen an, die ebenfalls gegen die Pflanzengifte vorgehen. So teilt etwa die Stadt Olching mit, dass sie bereits seit den 1980er-Jahren auf den Einsatz von Glyphosat und anderen Pflanzenschutzmitteln zur Pflege öffentlicher Plätze wie Parks und Friedhöfe verzichtet.  op

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