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Visualisierung des geplanten Platzes.

Puchheim

Ausschuss gibt Konzept für Alois-Harbeck-Platz seinen Segen

Auch im neuen Stadtrat gibt es keine grundsätzlichen Einwände gegen die Neugestaltung des Alois-Harbeck-Platzes. 

Puchheim – Der Stadtentwicklungsausschuss diskutierte in seiner ersten Sitzung zwar mehrere Stunden lang über verschiedenste Details der Planung, gab aber schließlich einstimmig seinen Segen für das Konzept. Auch die deutlich reduzierte Zahl der neu entstehenden Wohnungen fand trotz anfänglicher Skepsis auf Seiten der SPD schließlich einmütige Zustimmung.

In einem Grundlagenvertrag zwischen Stadt und Eigentümerin, der Immobiliengesellschaft Harbeck & Stieber, war ursprünglich vorgesehen, dass nach Abriss und Neubau zweier Gebäude 34 zusätzliche Wohnungen entstehen sollten. Nach der aktualisierten Planung gibt es netto nur noch zwölf neue. Grund: Statt Appartements für Alleinerziehende oder Singles werden vor allem große Familienwohnungen mit bis zu 150 Quadratmeter Bruttofläche entstehen.

Dies sei zwar „aus reiner Renditebetrachtung“ wenig lukrativ, erläuterte Harbeck-Chefin Laura Stieber dem Ausschuss. Aber auf dem Markt fehlten eben gerade Wohnungen für Mehr-Personen-Haushalte: „Ab einem Kind hat man keine Chance mehr.“ Eine Ansicht, die schließlich von allen Fraktionen geteilt wurde.

Mieter umgesiedelt

Sie habe fast alle bisherigen Mieter in den beiden seitlich gelegenen Wohngebäuden umsiedeln können, versicherte Stieber. Ihr sei dadurch „ein Stein vom Herzen gefallen“. Die beiden Häuser werden ebenso wie die Ladenzeile an der Allinger Straße abgerissen, nur das rückwärtige Hauptgebäude bleibt.

Zu den Mietern, die ausziehen müssen, darunter ein knappes Dutzend Gewerbetreibender, gehören auch die Krippenkinder der Johanniter. Für sie wurde ein neuer Standort an der hinteren Josefstraße gefunden. Ursprünglich sollten sie auf Harbeck-Gelände an der Allinger Straße umziehen. Auf dem neuen Grundstück befindet sich noch ein altes Betriebswohnhaus, das aber als baufällig gilt.

Ein Blockheizkraftwerk?

Neu entdeckt wurde bei der Platz-Planung, dass unter dem Areal ein Hauptabwasser-Kanal liegt, der verlegt werden muss. Die Art der künftigen Energieversorgung des Quartiers steht noch nicht fest, im Gespräch ist ein Blockheizkraftwerk, auch ein Fernwärme-Anschluss ist eine Möglichkeit. Immens ist der Verlust an altem Baumbestand, unter anderem an der Bahnlinie. Dort sind Neupflanzungen geplant.

Die Nähe der Bahntrasse zwingt zu Schallschutz-Maßnahmen. Es braucht unter anderem neue Lärmschutzwände am künftigen Apart-Hotel und am rückwärtigen Kinderspielplatz.

An den Grundzügen der Planung – Supermarkt, Hotel, Wohngebäude mit ebenerdiger Ladennutzung und nicht-störendem Gewerbe – ändert sich nichts mehr. Im Ausschuss wurde das Konzept noch einmal einmütig begrüßt. „Ich stehe zu diesem Projekt, ich sehe die Vorteile“, sagte Bürgermeister Norbert Seidl (SPD). Sein Stellvertreter Manfred Sengl (Grüne) sprach von einer gestalterischen Aufwertung. Puchheim kommt langsam zu mehr Urbanität. (OLF PASCHEN)

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