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Die Geldwäsche konnte dem Puchheimer nicht nachgewiesen werden. (Symbolfoto)

Ihm konnte nichts nachgewiesen werden

Leichtfertige Geldwäsche: Puchheimer freigesprochen

Ein Puchheimer stand wegen des Verdachts auf Geldwäsche vor Gericht. Jedoch konnte ihm die Tat nicht nachgewiesen werden. Der Richter musste ihn freisprechen.

Puchheim – Knapp 2000 Euro gingen im Oktober auf dem Konto eines Pucheimers ein – auf einem Konto, das bis dahin mit fünf Euro im Minus war. Noch am selben Tag wurden 1000 Euro und am Tag darauf weitere 985 Euro abgehoben. Diese Transaktionen brachten den Puchheimer wegen leichtfertiger Geldwäsche auf die Anklagebank des Brucker Amtsgerichtes.

Der 33-Jährige saß dort schweigend. Weder zu der Anklage noch zu seiner Person machte er Angaben. Das Geld stammte vom Konto einer Frau im Sauerland, die die knapp 2000 Euro allerdings nicht selbst an den Puchheimer überwiesen hatte. Die Kontodaten der Frau waren wohl ausgespäht worden.

Die Staatsanwaltschaft fordert 2800 Euro Strafe

Eine völlig fremde Frau hatte nämlich am 23. Oktober bei der Bank der Sauerländerin angerufen und hatte die Überweisung auf das Konto des 33-Jährigen in Auftrag gegeben. Nicht geklärt werden konnte aber, ob der Puchheimer das Geld dann selber abgehoben hatte. „Das ist eine Vermutung“, musste ein Polizist in der Verhandlung einräumen. Einen Beweis gab es dafür nicht.

Die Staatsanwältin beantragte dann zwar die Verurteilung des Puchheimers. 2800 Euro (70 Tagessätze zu je 40 Euro) solle er für die leichtfertige Geldwäsche bezahlen, lautete der Antrag. Denn ihm hätten Zweifel kommen müssen, ob das Geld aus einer legalen Transaktion stammt.

Dem Richter waren die Hände gebunden

Doch der Richter sprach den Puchheimer, wie von dessen Verteidiger beantragt, frei. Zwar machte er klar: „Der Laie wird sagen: das schreit nach Strafe“. Doch eine Verurteilung sei rechtlich nicht möglich. Denn Voraussetzung dafür sei es, dass der Betrug, die Überweisung auf das Konto des Puchheimers, von einer Bande oder gewerbsmäßig begangen wurde. Doch dazu sei dem Gericht nichts bekannt.

von Susanne Schwind

In München wurde einem Rentner das Konto gekündigt, weil er sein Erspartes auf seinem Konto eingezahlt hat. 

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