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In Germering entsteht ein großes Briefzentrum.

Puchheim

Bedenken wegen Briefzentrum in der Nachbarstadt

Das in Germering selbst keineswegs unumstrittene künftige Briefverteilzentrum macht auch den Nachbarn in Puchheim Sorge.

Puchheim –  Der Stadtrat beschloss jetzt eine Stellungnahme, nach der das Groß-Projekt nicht rundweg abgelehnt wird, aber Bedenken wegen der befürchteten Verkehrsbelastung geäußert werden.

Die Bundesstraße 2 sei in den Spitzenzeiten ohnehin dicht, die Mitarbeiter auf dem Weg von der oder zur Arbeit sowie der eigentliche Lieferverkehr würden folglich den kleineren Stau wählen und auszuweichen versuchen: Über die Augsburger Straße in Puchheim-Ort und/oder die FFB 11 sowie Lagerstraße in Puchheim-Bahnhof.

Germeringer Pläne kaum zu ändern

Die formal notwendige Anhörung der Nachbarkommune werde an den Germeringer Plänen nichts ändern, war die allgemeine Überzeugung im Puchheimer Stadtrat. Dennoch wollte man der Großen Kreisstadt einige Denkanstöße mitgeben. Thomas Hofschuster (CSU) brachte die Idee ins Spiel, wenigstens den Lieferverkehr aus der Augsburger Straße verbindlich auszusperren. Bürgermeister Norbert Seidl (SPD) will Germering wiederum ein Mobilitätskonzept für den neuen Standort nahelegen: Etwa eine Bushaltestelle am Verteilzentrum, die nicht nur vom öffentlichen Nahverkehr bedient werden könnte, sondern auch von einem betriebseigenen Pendelverkehr von und zum Bahnhof.

Große Hoffnungen, An- und Abfahrt der 1300 Mitarbeiter und die prognostizierten täglich knapp 1000 Lieferungen steuern zu können, macht man sich in Puchheim allerdings nicht. Einen Vorteil erkannte immerhin CSU-Fraktionschef Hofschuster: „Je dichter der Verkehr auf der B 2, desto geringer das Unfallrisiko.“ (op)

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