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Sich bewegen gegen den Knochenschwund: eine Osteoporose-Sportgruppe des FC Puchheim. Regelmäßig treffen sich die Frauen – auch, um sich auszutauschen. 

FC Puchheim

Doppel-Jubiläum beim Osteoporose-Sport

Im Alter werden die Knochen oft brüchig. Dann helfen gezielte Übungen wie sie in den zwei Osteoporose-Sportgruppen des FC Puchheim gemacht werden – seit nunmehr 25 Jahren.

Puchheim – „Osteoporose-Patienten können eigentlich alles machen“, sagt Marianne Reinhardt. Die 76-Jährige leitet den Osteoporose-Sport beim FC Puchheim – und zwar mit Herz und Seele. Vor 25 Jahren kam sie mit dem Thema in Berührung. Denn ihre Mutter litt unter der Krankheit. Reinhardt beschäftigte sich näher mit dem Knochenschwund und stellte fest, wie wichtig es für die Betroffenen ist, Sport zu machen.

Jeweils 15 Teilnehmer kommen in die beiden Gruppen. Einmal wöchentlich wird eine Stunde lang trainiert. Reinhardt zeigt ihnen Übungen zum Muskelaufbau, aber auch welche für Geschicklichkeit und Gleichgewicht. „Die Hauptsache ist, dass die Leute sich bewegen“, sagt die 76-Jährige.

Den Senioren mache das viel Spaß, vor allem, weil sich die Übungen auch nicht immer an einem strengen Rahmenprogramm orientieren: Zur Abwechslung werden auch mal Ballspiele gemacht. „Neulich habe ich dazu alte Tanzmusik laufen lassen, das hat den Leuten auch gut gefallen“, erzählt die Leiterin.

Neben der sportlichen Herausforderung steht für die Teilnehmer auch der soziale Kontakt im Vordergrund. In den Ferienzeiten, wenn die Halle im Sportzentrum nicht verfügbar ist, oder zu besonderen Anlässen treffen sich die Gruppen auch außer der Reihe zum Kaffee oder zum Essen. „Viele der Teilnehmer sind alt und leben allein. Da hilft ihnen der Kontakt zur Gruppe, einfach miteinander reden zu können und sich auszutauschen. Das beugt dann auch Depressionen vor“, erklärt Reinhardt.

Motiviert bleibt die 76-Jährige nach all den Jahren als Übungsleiterin, weil sie sich in den Sportstunden immer auch selbst bewegen müsse und alle Übungen mitmache. „Die Teilnehmer wollen auch nicht, dass ich aufhöre. Das ist immer das Schönste, wenn ich sehe, dass die Leute Spaß haben und freudestrahlend aus der Stunde rausgehen.“ Was sowohl die Senioren als auch die Übungsleiterin besonders schätzen: Die Gruppenmitglieder kennen sich durch den langjährigen Sport und regelmäßigen Kontakt sehr gut und stehen in guten wie in schweren Zeiten zueinander.

Die Voraussetzung für die Teilnahme am Osteoporose-Sport ist eine ärztliche Verordnung für den Reha-Sport, auf der auch die Diagnose mit Osteoporose vermerkt ist. Die Teilnahmekosten werden komplett von der Krankenkasse übernommen. Die Anmeldung erfolgt über den FC Puchheim oder über Übungsleiterin Marianne Reinhardt.

Von Stefanie Mayer

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