Thüringer Finanzministerium gibt Steuerschätzungen an
+
Beispielfoto

Haushalt

Puchheim finanziell in exzellenter Lage

Knapp zwölf Millionen Euro will die Stadt laut Haushaltsentwurf im kommenden Jahr investieren. Einige Ausgaben betreffen längerfristige Vorhaben wie die Gestaltung der künftigen Stadtmitte, für die 1,3 Millionen Euro eingeplant sind.

Puchheim –  Bei anderen Positionen handelt es sich vor allem um Restposten wie für den Umbau der Mittelschule oder das neue Kinderhaus mit Wohnungen im Wohnpark Roggenstein. Neu ist die erste Million für Sanierung und Erweiterung des Hallenbades, die nicht mehr aufgeschoben werden können. Erstmals eingeplant sind 700 000 Euro für die Erweiterung der Laurenzer Grundschule, ebenfalls ein mehrjähriges Projekt.

Im Finanzausschuss des Stadtrats, der den Etat-Entwurf zum ersten Mal diskutierte, warf Kämmerer Harald Heitmeir auch einen Blick auf die vergangenen Jahre. Seit er 2009 nach Puchheim kam, konnte er einen Rekord-Haushalt nach dem anderen vorlegen, das Volumen hat sich fast verdoppelt. Das ist vor allem das Resultat eines florierenden Gewerbes. Besonders den Top-Unternehmen geht es von Jahr zu Jahr besser. Auch ein prognostiziertes Defizit von über drei Millionen Euro kann sich die Stadt bei einer Ergebnis-Rücklage von über 41 Millionen leisten. Erfreulicher Nebeneffekt für die Statistiker: Nach drei Jahren auf Platz zwei hinter Alling ist Puchheim jetzt wieder die Kreis-Kommune mit der höchsten Steuerkraft pro Kopf.

Ganz sorgenfrei ist der städtische Finanzchef allerdings nicht: Grundsteuerreform, Straßenausbaufinanzierung, mögliche kostenlose Kitas – in der Zukunft lauerten zahlreiche Unwägbarkeiten. Ins selbe Horn stieß Bürgermeister Norbert Seidl: „Der Staat macht sich einen schlanken Fuß, unsereins muss es ausbaden.“ So etwa bei den staatlich geförderten Elektro-Ladesäulen, deren Folgelasten bei der Kommune bleiben. Oder der Straßenausbau, ein „Minenfeld“, das man ungeachtet der Notwendigkeiten derzeit nicht betreten werde.

Dennoch: Angesichts der exzellenten Finanzlage und der Investitionen für die Zukunft sei zumindest die Generationengerechtigkeit in Puchheim kein Thema, meinte der Kämmerer: „Wir schaffen die Möglichkeit, dass die nachfolgende Generation auf unsere Kosten lebt. Nicht umgekehrt.“ OLF PASCHEN

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare