So sehen sie aus: Martin Schönleben präsentiert ein Blech mit den Pferdeäpfeln.  Foto: Weber
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So sehen sie aus: Martin Schönleben präsentiert ein Blech mit den Pferdeäpfeln.

Puchheim

Gebäck aus dem hohen Norden: Diese Pferdeäpfel schmecken köstlich

  • Kathrin Böhmer
    vonKathrin Böhmer
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Der Puchheimer Kult-Bäcker Martin Schönleben präsentiert ein außergewöhnliches Rezept: Pferdeäpfel. Was etwas befremdlich klingt, ist eine wahre Köstlichkeit. Und jeder kann es nachbacken.

Puchheim – Martin Schönleben ist immer offen für Neues. Und er ist außerdem bekannt dafür, gerne einmal verrücktere Kreationen auszuprobieren. Der Konditor hat sich weit über die Stadt hinaus einen Namen gemacht. Gerade ist er dabei, sein Geschäft an einen Nachfolger zu übergeben.

Fürs Tagblatt hat er sich dennoch die Zeit genommen, eines seiner Lieblingsrezepte vorzustellen: Pferdeäpfel aus dem hohen Norden. „Ich habe mir das Rezept bei einem mehrtägigen Aufenthalt in Hamburg mitgebracht. Seitdem ist es aus unserem Weihnachtssortiment nicht mehr wegzudenken“, erklärt Schönleben. Eigentlich kommt das Gebäck aber nicht aus der Hansestadt, sondern aus Schleswig-Holstein.

Bei Schönleben war es quasi Liebe auf den ersten Blick. „Ich liebe ja solche skurrilen Namen. Wenn ein Plätzchen ’Küss mich schnell’, ’Baci in Gondola’ oder ’Züricher Möpsli’ heißt, dann kann ich nicht anders und muss in meine Backstube zum Ausprobieren.“ Auch bei den Pferdeäpfeln war es so.

Das Rezept

Wer jetzt denkt, dass das eher etwas für Profis ist, der irrt: „Das Schöne an diesem Rezept ist, dass es total einfach zu backen ist und auch noch wunderbar schmeckt.“ Auch die Kombination von Marzipan, Haselnüssen, Sesam und Sonnenblumenkernen mache es zu etwas ganz Besonderem. Außen sind die kleinen Häppchen schön knusprig und innen zart saftig. „Was will man also mehr? Schnell gemacht, schmeckt einfach himmlisch gut und hat auch noch einen außergewöhnlichen Namen“, sagt Schönleben.

Das braucht man für etwa 70 Stück: 350 Gramm Marzipanrohmasse, 140 Gramm Zucker, zwei Gramm Zimt, 50 Gramm geriebene geröstete Haselnüsse, 30 Gramm Hartweizengrieß und 60 Gramm Eiweiß. Zum Rollen sind noch 80 Gramm gerösteter Sesam und 120 Gramm geröstete Sonnenblumenkerne notwendig.

So geht’s: Zuerst röstet Schönleben den Sesam und die Sonnenblumenkerne. Die müssen jetzt erst einmal abkühlen. In der Zwischenzeit verknetet er die restlichen Zutaten zu einem glatten Teig. Dann vermischt er Sesam und Sonnenblumenkerne und formt mehrere gleichdicke Rollen, die er im Sesam-Sonnenblumengemisch rollt. Jetzt schneidet er plätzchengroße Stücke ab. Bevor er sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legt, taucht er noch die zwei unbedeckten Seiten in die Mischung. Dann werden sie im vorgeheizten Ofen bei etwa 180 Grad Celsius (Umluft) acht bis zwölf Minuten lang goldig gebacken.

Die Aktion

Weil in Corona-Zeiten viele Bräuche und Gewohnheiten in der dunklen Jahreszeit ausfallen müssen, holt das Tagblatt diese in die Zeitung. Es gibt Spirituelles von Geistlichen, Profitipps für Küche und Bastelstube und vieles mehr. Leser können aber auch selbst aktiv werden: Schicken Sie Ihren Bastel-, Back- oder Kochtipp am besten per Mail an redaktion@ffb-tagblatt.de, Betreff: Corona-Winter. Dorthin können Sie auch Leserfotos zum Thema „Herzerwärmend“ schicken.

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