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Stadtrat 

Geschäfte am Bahnhof haben es schwer

Haben die kleinen Läden vor dem Alois-Harbeck-Platz eine Zukunft? Diese Frage sorgte jetzt im Planungsausschuss des Stadtrats für Diskussionen.

Puchheim – Denn zwei Planer hatten Vorschläge für eine Aufwertung des zweiten offiziellen Sanierungsgebietes der Stadt nach der Planie gemacht und dabei auch empfohlen, über einen Abriss des Flachbaus direkt an der Allinger Straße nachzudenken. Mit ihrer geringen Fläche und den wenigen Parkplätzen hätten die Geschäfte keine Handelslage mehr. Aus dem Ausschuss kam heftiger Widerspruch: Friseur und Reinigung beispielsweise arbeiteten dort seit Jahrzehnten zur Zufriedenheit der Kunden, sagte Michaela von Hagen (FW). Und große Verkaufs- und Parkplatzflächen bedeuten keineswegs immer große Qualität.

Das Gebiet zwischen Josefstraße und Ringpromenade wurde erst nachträglich in das städtebauliche Sanierungsprogramm aufgenommen. Neben einigen öffentlichen Einrichtungen gibt es mehrere Mehrfamilienhäuser mit 134 Wohnungen und derzeit 229 Bewohnern. Eigentümer ist die Harbecksche Immobiliengesellschaft. Der Ausländer-Anteil erreicht mit knapp 32 Prozent fast den in der Planie. In letzter Zeit ist das Quartier jünger geworden, anders als noch vor zwei Jahren leben hier auch wieder Kinder.

Stadtplaner Franz Dirtheuer und Sozialgeograph Rafael Stegen hatten das Gebiet untersucht und zahlreiche Vorschläge zur Attraktivitätssteigerung vorgelegt. Ideen zur Umgestaltung von Grünflächen, Straßen und Parkplätzen, eventuell ein Hotel, stießen auch im Ausschuss nicht auf Widerspruch. Wohl aber, dass es einen Sanierungsdruck für die Häuser aus den 70er Jahren gebe, die man außerdem teilweise aufstocken könne. Manfred Sengl (Grüne) warnte vor „gut gemeinten Aufwertungen, die die Mieten in die Höhe treiben“. Noch seien die Eigentümer für ihre „humanen Konditionen“ bekannt.

Umstritten auch die Belebung des Alois-Harbeck-Platzes. Angesichts der zahlreichen Bewohner, deren Balkone auf den Platz gehen, warnte wiederum Sengl vor „zuviel Attraktivität“. Dass die ehemals als Stadtmitte gedachte Fläche seit Schließung des Bahnübergangs aber tatsächlich „abgehängt“ und „vereinsamt“ sei, fand auch Erich Pürkner (CSU). Mit einer neuen Auto-Unterführung in Verlängerung der Josefstraße könne der Platz aber „auf einen Schlag wieder interessant“ werden.

„Wie viele Plätze in Puchheim wollen wir noch beleben?“, zweifelte Bürgermeister Norbert Seidl (SPD), der auch an die „sozialen Folgekosten“ durch mehr Wohnraum in aufgestockten Gebäuden erinnerte. Und Reinhold Koch (ubp) fragte, warum die Stadt „für einen Eigentümer betriebswirtschaftlich denken“ müsse, der Geld verdienen wolle. Das Untersuchungsergebnis wurde vom Ausschuss zunächst nur zur Kenntnis genommen. Es soll aber als Grundlage für weitere Planungen dienen.

Von Olf Paschen

Rubriklistenbild: © dpa

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