Spatenstich beim Puchheimer Hallenbad
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Mit Qietscheentchen beim Spatenstich: (v.l.) Bürgermeister Norbert Seidl, Thorsten Heck, Rainer Zöller, Hans Knörr, Monika Landstorfer, Peter Nitschke, Michael Peukert, Anja Hofmann,Gudrun Horn, Markus Pichler sowie eine Vertreterin des FC Puchheim.

Spatenstich

Hallenbad in Puchheim: Feierlaune trotz ausstehender Genehmigung

Die Stadt Puchheim hat zum symbolischen Spatenstich für das Hallenbad eingeladen. Dabei gibt es noch eine Hürde bei dem 15-Millionen-Euro-Projekt zu überwinden.

Puchheim – Einige Gäste der kleinen Feier standen auf der markierten Abbiegespur, andere neben dem Zebrastreifen. Denn dort, wo dieser Tage mit dem ersten Spatenstich die Erweiterung des Puchheimer Hallenbades symbolisch begonnen wurde, war bisher der Verkehrsübungplatz für die Grundschüler. Und einige Zeit werden Ampel und Schilder auch noch stehen bleiben können. Drei Jahre nach dem Grundsatzbeschluss zu Sanierung und Erweiterung konnten zwar die Lokalpolitiker Sand in die Luft werfen, wirkliche Bauarbeiter müssen sich aber noch gedulden. Die Stadt wartet immer noch auf die Genehmigung der Entwässerungsplanung für die Badeanstalt.

Der Feierlaune tat das keinen Abbruch. Bürgermeister Norbert Seidl gab an Chef-Planer und zuständige Bauamts-Mitarbeiter Schwimmwesten aus, die bei dem 15-Millionen-Projekt unter anderem vor dem „finanziellen Untergang“ schützen sollen. Sportreferent Rainer Zöller freute sich, dass im nächsten oder übernächsten Jahr wieder Schüler das Schwimmen lernen und die Senioren ihre Bahnen ziehen könnten. Schulreferentin Gisella Gigliotti ließ eine Grußbotschaft verlesen, in der vom Schwimmen als „Grundkompetenz des Lebens“ die Rede war und von den ökologisch sinnvollen kurzen Wegen zum Sport. Und auch einige Hort-Kinder aus dem benachbarten „Abenteuerland“ durften mitfeiern und als Stelzengänger und Tellerdreher auftreten. Die Einladung galt als Entschädigung dafür, dass sie einen kleinen Teil ihres Grundstücks für die Bad-Erweiterung abtreten müssen.

Der Stadtrat hatte sich zwar lange über Ausbau-Details unterhalten und die ungebremst steigenden Kostenschätzungen mit erheblichem Missfallen registriert. Die General-Sanierung der jetzt 52 Jahre alten Schwimmhalle aber einmütig befürwortet. Alternativen wie ersatzloser Abriss oder Neubau an der Alpenstraße wurden schnell verworfen.

Kernstück des Umbaus ist das neue Lehr-Schwimmbecken, die gesamte Technik wird überholt, Garderoben und Umkleiden werden erneuert und barrierefrei gestaltet, erstmals erhält das Bad ein Außengelände mit Terrasse, Liegewiese und Wasserspiel.

Bis zur Fertigstellung wird es allerdings seine Zeit brauchen. Man hoffe, im Januar 2023 wieder eröffnen zu können, hieß es von der Bauamtsvertreterin.

Von Olf Paschen

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