Lebenslänglich wegen Polizistenmords für Reichsbürger

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Appellieren an das Verantwortungsgefühl der Hundebesitzer (v.l.): WVA-Geschäftsführer Thomas Mösl, Gilchings Ortsobmann Georg Zankl, Olchings Bürgermeister Andreas Magg, Kreisobmann Georg Huber und Betriebsleiter Friedrich Popp.

Wasserzweckverband

Hundekot – eine Gefahr fürs Grundwasser

Grundwasser muss geschützt werden. Deshalb arbeiten der Wasserzweckverband und die Landwirte seit Jahren zusammen. Bei einem Treffen wurde nun aber ein Problem offenbar: Verantwortungslose Hundebesitzer.

Puchheim – Bereits Anfang der 1990er-Jahre hat der Zweckverband zur Wasserversorgung der Ampergruppe (WVA) mit den Landwirten auf freiwilliger Basis Vereinbarungen zur grundwasserschonenden Bewirtschaftung ihrer Felder in den Wasserschutzgebieten geschlossen. Damals lag der durchschnittliche Nitratanteil in den Flachbrunnen bei 48 Milligramm pro Liter. Durch die Kooperation der Landwirte konnten die Werte gesenkt werden. Sie betragen nun zwischen 25 und 27 Milligramm pro Liter.

„Das Wasser, das aus den Hähnen fließt, hat heute einen Nitratwert von 15,7 Milligramm pro Liter. Wir mischen Wasser aus den Flach- mit Wasser aus den Tiefbrunnen“, erklärte Friedrich Popp, Betriebsleiter der WVA bei einem Treffen mit Verbandsvorsitzendem Andreas Magg, weiteren Vertretern des WVA und Kreisobmann Georg Huber sowie Gilchings Ortsobmann Georg Zankl. Ziel war, die gute Zusammenarbeit weiter zu stärken.

„Unser Trinkwasser schlägt viele Mineralwässer, wir müssen die hohe Qualität dieses Produkts erhalten und das im Bewusstsein der Verbraucher noch stärker verankern“, sagte Magg. Den Landwirten dankte er mit den Worten: „Sie tun ihr Bestes, dass das Wasser nicht geschädigt wird.“ So ist in den Wasserschutzzonen I bis III unter anderem das Ausbringen von Gülle und Mist verboten. Auch Weidetierhaltung ist nicht erlaubt.

Trotzdem droht dem Grundwasser Gefahr. Weitläufige Grünflächen laden so manchen Hundebesitzer ein,sein Tier frei über die Wiesen laufen zu lassen – die Hinterlassenschaften der Vierbeiner bleiben dabei im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke. „So wird nicht nur das Tierfutter kontaminiert, sondern auch das Grundwasser“, klagte Kreisobmann Georg Huber, dessen landwirtschaftliche Flächen überwiegend in Wasserschutzzonen liegen. „Viele Menschen laufen quer durch die Wiesen, unser Eigentum sehen viele als Gemeinschaftseigentum an, und wir haben hernach Trampelpfade und die Hundescheiße im Feld “, klagt er.

In diesem Zusammenhang stellte Magg, der auch Bürgermeister von Olching ist, klar: „Wenn zu wenige Hundetoiletten oder Abfalleimer vor Ort sind, sollen uns die Hundehalter dies mitteilen, damit wir Abhilfe schaffen können und nicht auch noch die vollen Plastikbeutel in den Wiesen entsorgt werden.“

Ein weiteres Problem ergibt sich für die Bauern durch den Status der Flächen als Wasserschutzgebiet: Der Ertrag aus Grünland kann nur an Wiederkäuer oder Pferde verfüttert werden, wobei der Tierbestand rückläufig ist. Ackerland hingegen ist vielseitig nutzbar und bringt mehr Ertrag. Allerdings: Bei Dauergrünland besteht ein Umbruchsverbot, sprich es kann nicht einfach so zu Ackerland gemacht werden. Das zuständige Landwirtschaftsamt muss dem Vorhaben zustimmen. „Das bedeutet schlechtere Karten für die Landwirte und könnte Gegenwind für die Zukunft bedeuten“, sagte Huber.

Er betont: „Wir haben in den vergangenen Jahren viel gelernt, arbeiten freiwillig sauber und wollen unsere Böden nicht überdüngen.“ Nun gelte es, auch die Verbraucher davon zu überzeugen, dass sie ihren Teil zum Schutz des Grundwassers beitragen können und sollen: durch sparsamen Verbrauch und verantwortungsbewusstes Handeln.

WVA und Landwirte ziehen bereits an einem Strang: Sie wollen auch weiter effektiven Grundwasserschutz gewährleisten und stehen auch über zuständige Agraringenieure, sprich Wasserberater, in ständigem Austausch.

Von Angi Kiener

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