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Alle Puchheimer ab 65 Jahren bekommen im Mai einen Fragebogen zugesandt. Im Auftrag der Stadt erkunden Mitarbeiter einer Münchner Hochschule, welche besonderen Bedürfnisse die Älteren haben.

Im Mai startet die große Senioren-Befragung

Alle Puchheimer ab 65 Jahren bekommen im Mai einen Fragebogen zugesandt. Im Auftrag der Stadt erkunden Mitarbeiter einer Münchner Hochschule, welche besonderen Bedürfnisse die Älteren haben.

Puchheim – Können Sie gut, mäßig, schlecht oder gar nicht Treppen steigen? Treiben Sie täglich, ein- bis zweimal die Woche oder nie Sport? Diese und zahlreiche andere Fragen sollen ab dem Mai möglichst viele Puchheimer über 65 beantworten. Mit der großen Seniorenbefragung soll herausgefunden werden, welche besonderen Bedürfnisse die Älteren haben. Mit der Untersuchung im Rahmen des Projekts „Gesunde Kommune“ ist eine Münchner Hochschule betraut. Deren Vertreter erläuterte dem Stadtrat, nach was genau die Puchheimer gefragt werden sollen. Getestet wird der Katalog mit Vertretern des Seniorenbeirats.

Die Befrager interessiert etwa, auf wie viele Menschen die Älteren sich verlassen könnten (oder glauben, verlassen zu können), wenn Not am Mann ist. Zum Thema Kontakte in die Umwelt gehören Fragen nach der Mobilität, wobei in der vorläufigen Version das Motorrad als Verkehrsmittel der Wahl zum Einkaufen angekreuzt werden kann, offenbar aber nicht der Rollator. Abgearbeitet werden Standardlisten nach körperlichen Beschwerden und Einschränkungen. Gefragt wird außerdem, wie sich physische oder psychische Belastungen auf die Lebensqualität auswirken. Eigene Vorstellungen oder Kritik können die Interviewten bei der Frage nach gesundheitsfördernden oder -belastenden Bedingungen in der Stadt einbringen.

Außerdem wollen die Wissenschaftler erfahren, wie Gesundheit oder Beschwerden erklärt und kontrolliert werden: „Das ist halt so“ durch Veranlagung und Lebensumstände, „ich tu, was der Arzt sagt“ oder „es liegt an mir selber, wie es mir geht“. Zudem wird nach Daten wie Alter, Geschlecht und Nationalität gefragt.

Sämtliche Puchheimer über 65 werden angeschrieben, die Teilnahme ist aber freiwillig. Die Auskünfte werden anonymisiert ausgewertet, Rückschlüsse auf Einzelne sollen nicht möglich sein und sind nicht erwünscht. Die Fragen sollen Anfang Mai verschickt werden.

von Olf Paschen

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