Biene
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Eine Biene

Puchheim

Mit einem Bilderbuch Bienen erforschen

Genau 561 Wildbienen-Arten gibt es in Deutschland und eine davon können Kinder (und ihre Eltern) künftig näher kennenlernen. Die kleine schwarze Mauerbiene Mia nämlich nimmt ihre Leser und Betrachter in einem neuen Bilderbuch mit auf eine spannende wie auch witzige Reise durch so ein Insektenleben.

Puchheim – Das Buch der Puchheimer Umweltpädagogin Anke Simon (Text) und ihrer Münchner Freundin Claudia Botz (Illustrationen) ist im Auftrag des Bund Naturschutz entstanden. Jede Schule und jeder Kindergarten im Landkreis sollen zunächst drei Exemplare erhalten. Für die Teilnahme an einer Bienenführung gibt es einen ganzen Klassen-Satz, ebenfalls geschenkt. Der Rest der Auflage ist im Buchhandel erhältlich. Nur wenn das 56-Seiten-Büchlein dort Käufer findet verdienen auch die beiden Autorinnen etwas dran.

Die kleine Mia ist zu Besuch bei ihrer Cousine Nelli, einer Honigbiene, in der Stadt und erlebt dort die üppige Frühjahrsblüte in Park und Schrebergarten, aber auch qualmende Automobile und hysterische Menschen, die sich mit Sprays gegen winzige wilde Tiere wehren. Beim Gegenbesuch in Mias Dorf sieht Nelli aber auch nicht die heile Welt: Steingärten, Maisäcker, giftsprühende Traktoren. Fazit: Bienen haben es heute nirgendwo leicht, der Mensch denkt viel zu wenig an die ökologische Bedeutung der Tiere als Pflanzen-Bestäuber.

Mit viel Humor

Anke Simon 

Mia ist aber nicht mit erhobenem Zeigefinger oder Fühler für ihre menschlichen Betrachter unterwegs. Die kleine Biene verrät viel Humor, wenn sie sich für die Reise in die Stadt den Bart eines Bikers als schnelle Alternative aussucht oder wenn sie vor dem Reichstag schwirrend ins Mikrofon eines TV-Senders spricht oder summt. „Stopp Monokultur“ oder „Bienen fordern Respekt“ heißt es auf den Transparenten der Demo-Kolleginnen.

So haben auch Erwachsene Spaß an dem Bilderbuch, das sich ja ausdrücklich nicht nur an Kinder wendet. Die finden zwar im großen Sach-Anhang Rätsel, Bastelanleitungen oder die Vorlage für ein Würfelspiel. Aber genauso gibt es viel Wissenswertes über die Wildbienen, ihre Ernährung und ihren Nestbau.

Auch wenn es Unterarten wie die Hummeln gibt, sind die meisten nicht größer als ein Cent-Stück, mit ihrem weichen Stachel auch ungefährlich und ohnehin „total pazifistisch“, wie es Autorin Simon bei der Buchpräsentation von der Geschäftsstelle des Bund Naturschutz in Bruck formulierte. Sie müssen eben keine Honigvorräte verteidigen. Vorschläge für Nisthilfen und kleine „Bienenhotels“ fehlen in dem liebevoll gemachten Führer durch Mias Welt auch nicht.

„Mein Wildbienenbuch“

von der Puchheimerin Anke Simon und Claudia Botz ist im Buchhandel für zwölf Euro erhältlich.

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