Puchheim

Romantik-Park an Entenweiher fällt durch

Hochzeitsmotive mit Seerosen im Hintergrund wird es nicht geben und auch ein Pavillon für die Trauung oder mal ein kleines Konzert wurden abgelehnt. Aber grundsätzlich folgte der Ausschuss für städtische Bauten jetzt einem Antrag der Freien Wähler (FW), die das Areal um den so genannten Entenweiher aufwerten wollten.

Puchheim –  Zumindest Sitzgelegenheiten und eine Liegebank will die Stadt jetzt spendieren.

Die FW hatten sich wesentlich mehr vorgestellt: Ein Romantik-Park könne hinterm Rathaus entstehen, in dem nicht nur Hochzeiten vor wunderschöner Kulisse denkbar wären. Auch normale Besucher könnten zwischen Windspielen und Eulenkästen und sogar Skulpturen örtlicher Künstler den Aufenthalt genießen. Sogar an noch nicht heiratswillige Pärchen war gedacht worden: Ein Geländer für Liebesschlösser war ebenfalls Teil der Vision.

Der Entenweiher - ein altes Puchheimer Postkarten-Motiv

Der Entenweiher, begründete FW-Fraktionssprecherin Michaela von Hagen den Antrag, sei ein altes Puchheimer Postkartenmotiv und früher tatsächlich von Anglern, Entenbeobachtern und Schlittschuhläufern frequentiert gewesen. Mit wenig Aufwand könne man wieder ein Gelände schaffen, wo Leute, die kein großes Halligalli wollten, in Ruhe in der Sonne sitzen und ein Buch lesen könnten.

Pizza-Schachteln und Vodka-Schachteln

Dass der Weiher und das schmale umgebende Grün schon bessere Zeiten gesehen haben, wurde auch in den anderen Fraktionen nicht bestritten. Zwar stehen neuerdings einige Fitnessgeräte meist ziemlich einsam herum, an Wochenenden werde durchaus gepicknickt, berichtete Bürgermeister Norbert Seidl (SPD). Pizza-Schachteln und Vodka-Flaschen deuten zudem darauf hin, dass auch jugendliche Gäste das Gelände zum Chillen schätzen. Aber etwas Aufhübschung wollte sich niemand verschließen.

Eine wunderschöne Kulisse sehe man nur beim Blick in eine Richtung, kritisierte Thomas Hofschuster (CSU). Und laut Seidl, der immerhin von einer charmanten Idee sprach, werde man dort kein Ambiente wie auf dem Bild eines französischen Impressionisten schaffen können. Die Minimalmöblierung für schätzungsweise 7000 Euro genehmigte der Ausschuss aber einstimmig.  op

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