1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fürstenfeldbruck
  4. Puchheim

Hitze bremst Stadtfest-Besucher – zumindest am Nachmittag

Erstellt:

Kommentare

Eine Hüpfburg und vieles mehr war für die kleinen Besucher des Stadtfestes aufgebaut. Laura, Theresa und ihre Mutter hatten auf jeden Fall ihren Spaß.
Eine Hüpfburg und vieles mehr war für die kleinen Besucher des Stadtfestes aufgebaut. Laura, Theresa und ihre Mutter hatten auf jeden Fall ihren Spaß. © Peter Weber

In Puchheim fand am Wochenende das fünfte Stadtfest statt. Nachmittags war wenig los, vor der Bühne. Wahrscheinlich wegen des Badewetters, meinte der Bürgermeister.

Puchheim - Ob er nun so lautstarke oder so viele Ansagen beim fünften Puchheimer Stadtfest gemacht hatte – der durchs Programm führende Moderator Joe Heinrich hörte sich schon am frühen Samstagnachmittag an wie ein erkälteter Rabe. Aber das heisere Gekrächze kam zumindest für eine Einlage wie gerufen.

Denn als Bürgermeister Norbert Seidl auf der Bühne vom Puchheimer Leserpreis erzählte, meinte man an dessen Seite den früheren Kritiker-Papst Marcel Reich-Ranicki zu hören: „Sie können Bücher lesen oder es lassen, mir ist das mittlerweile egal“, nuschelte Kabarettist und Stimmenimitator Joe Heinrich.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Reihen vor der Bühne noch lichter als zuvor beim Gospelchor „Rise’n’Sing“ oder danach bei einer Blechbläserklasse der Musikschule. Ein Samstagnachmittag mit Badewetter locke eben nicht die Massen, meinte Gastgeber Seidl. Für den Abend erwartete er einen anderen Publikumsandrang – wie zwei Tage zuvor beim ausverkauften Auftritt von Gerhard Polt oder auch am Abend zuvor, beim Big-Band-Festival. Vom eintrittspflichtigen Polt-Abend waren auch noch die Absperrungen geblieben, Security bewachte einen einzigen kleinen Zugang zur Wiese neben dem PUC – ein ziemlich abweisendes Bild bei einem Stadfest für alle.

Wer über das Gelände schlenderte, kam etwa bei den Bulldog-Freunden vorbei, die Vehikel aus der Frühzeit der motorisierten Landwirtschaft präsentierten. Darunter einen echten Porsche von Vereinschef Sergius Ruppaner – freilich nur den Standardtraktor 218, der noch bei der Heuernte unterwegs ist.

Ein paar Schritte weiter betrieben die ebenfalls aus Puchheim-Ort stammen Gamsjäger Imagewerbung für ihren Schießsport. Mädls seien eigentlich die größeren Talente, meinte halblaut Schützenmeister Stefan Dingler, als die junge Mira bei ihren ersten Versuchen drei Mal in Folge zehn Punkte machte. Nicht weit entfernt davon - und noch frequentierter – die Wurf-Anlage des Deutsch-Finnischen Clubs, wo Gummistiefel, auch in Kinder- und Frauengröße, in die Lüfte stiegen und manchmal auch weit flogen. Andere Attraktionen sah man erst auf dem Rückweg vom Stadtfest: Der Bund Naturschutz hatte Kinder zur Spurensuche im Eichenauer Fuchsberg-Wäldchen eingeladen.

Unter anderem Fußball-Club und Feuerwehr sorgten dafür, dass niemand Hunger litt oder – an diesem Tag gefährlicher – vom Durst gequält wurde. Während hier bei Preisen von bis zu acht Euro für einen Cheeseburger offenbar nur höchste Qualität geboten wurde, war der Stand des Jugendbeirats früh verwaist. Den jungen Leuten war der Teig für die Gratis-Waffeln ausgegangen. Olf Paschen

Auch interessant

Kommentare