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Viele Besucher kamen zum Fest der Kulturen auf den Grünen Markt.

Buntes Event

In Puchheim ging die Party ab - Fest der Kulturen lockte viele Besucher an

Gut besucht aber nicht überlaufen, war das Fest der Kulturen in Puchheim. Und an der Stimmung gab es ohnehin nichts zu mäkeln.

PuchheimDie beiden, damals „Kulturalen“ genannten Vorgänger-Events des Festes der Kulturen waren noch zwischen dem Kulturcentrum PUC und Kennedywiese gependelt. Heuer wurde es auf dem Grünen Markt zusammen gefasst.

Viele Hautfarben gab es zu sehen, mehrere Sprachen waren zu hören, Musik und Tanz auf der Bühne gab es auch aus mehreren Erdteilen und eine Art Weltküche sorgte dafür, dass niemand hungrig blieb. Die Veranstalter von Kulturverein, Puchheimer Podium und Stadtteilzentrum freuten sich aber nicht zuletzt über eine „kreative Ecke“, einige Stationen, an denen die Kinder basteln oder malen konnten.

Landestypische Speisen hier aus Mexiko, gab es an vielen Ständen zu probieren.

Da gab es den Stand des Kulturvereins, wo die Kleinen mit großem Eifer und unter dem Motto „Puchheim ist bunt“ Muscheln bemalten. „Einfach mitmachen“ wollte Maria Rothbucher aus der Bahnhofstraße, die den Kindern zeigte, wie man kunstvoll gefaltetes Papier zu Springfröschen machen kann. Und Gabriele Schlüter diktierte dem Reporter druckreif in seinen Notizblock, warum die Pfarrei St. Josef eine kleine Mosaik-Werkstatt aufgebaut hatte, in der Splitter aus Tiffany-Glas auf eine Stele gepappt wurden: „Jeder kleinste Stein ist wichtig, um deutlich zu machen, dass alle Teile mit ihren Ecken und Kanten ein Ganzes ergeben.“

Puchheim ist bunt: Nach diesem Motto bemalen Bouba und Bamby am Stand des Kulturvereins Muscheln.

Bürgermeister Norbert Seidl: „Die Party geht ab, hier in Puchheim“

Ein bestgelaunter Bürgermeister Norbert Seidl („Die Party geht ab, hier in Puchheim“) bat kurz nach einem winzigen Schauer und dem Auftritt der Trommler von „Diappo“ noch einige der für die Gastronomie Verantwortlichen auf die Bühne. Sie wisse nicht, was es in Äthiopien besonders gutes gebe, meinte eine Schwarzafrikanerin, sie sei keine Köchin. Auch eine Frau aus Togo korrigierte den Rathaus-Chef: „Nee, frittierte Bananen gibts bei den Südafrikanern.“ Aus ihrem Land stamme das Schmalzgebäck „Puff Puff“. Etwas zu vielen Besuchern mag aber doch der Sinn nach europäischer Hausmannskost gestanden sein. Die „Gulyas-Suppe“ des deutsch-ungarischen Vereins war zu dieser Zeit schon ausverkauft.

Einen der Höhepunkte des Multi-Kulti-Festes, kurz vor Redaktionsschluss, konnte das Tagblatt zwar nicht mehr erleben, durfte aber noch bei der letzten Generalprobe dabei sein. In einem Besprechungszimmer des Pfarrheims übten Seidl und seine Frau, der dritte Bürgermeister Thomas Salcher, Stadträtin Rosemarie Ehm und Reinhild Friederichs vom Asylhelferkeis noch einmal ihre Gesangseinlagen, die sie später, unterstützt von der „Unterbiberger Hofmusik“, als Chor vortragen sollten: Unter anderem das (bayerische) Lied vom alten Musketier, der ohne Saiten auf der Bassgeige aufspielen wollte und einen in deutsche Lautschrift übertragenen arabischen Text. In „Eh leyla, reragu, reragu“ oder so ähnlich geht es angeblich um ein Rehragout, das heute noch aufgetragen wird.

Olf Paschen

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