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Volksfest-Gaudi auf dem Bahnhofsplatz

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Obst- und Gartenbauverein Puchheim beim Festzug in Puchheim
Sorgte für Farbkontraste zum blauen Himmel: der Obst- und Gartenbauverein. © Peter Weber

Dass es am Puchheimer Bahnhof abends nach dem Volkfest ordentlich zugeht, gehört dazu. Am Samstag war hier aber ganz offiziell quasi die Außenstelle der traditionellen Gaudi. Es gab wieder Freibier unter dem echten Himmel der Bayern.

Puchheim – Buntes Gewusel herrschte am Samstag auf der Lochhauser Straße in Puchheim. 32 Vereine stellten sich am Bahnhof bei strahlendem Sonnenschein für den Festzug auf. Die Puchheimer Blasmusik spielte ein Standkonzert und Volksfestreferent Thomas Hofschuster zapfte mit zwei Schlägen ein Fass Freibier für die Wartenden an. „Das war ein schönes Zuckerl“, meinte Wilfried Bach, der in Blau-Weiß für den Deutsch-Finnischen Club mitmarschierte. Er freute sich sehr, dass das Volksfest nach zwei Jahren Zwangspause endlich wieder stattfinden kann. „Es ist super, dass wir wieder beieinander sind und Corona ein bisschen hinter uns lassen können.“

Den Startschuss für den Festzug gaben dann die Mammendorfer Goaßlschnalzer, die ihre Peitschen knallen ließen. Doch bevor die Teilnehmer losmarschieren konnten, mussten die Organisatoren um Bürgermeister Norbert Seidl zunächst beim traditionellen Wettsägen am Baumstamm, der quer über die Lochhauser Straße lag, den Weg freimachen. Erst dann bewegte sich die lange Kolonne in Richtung Bürgermeister-Ertl-Straße.

Freibier Volksfest Puchheim Festwirt Jochen Mörz Bahnhof
Freibier ergattert: Wilfried Bach (in Finnland-Farben) mit Festwirt Jochen Mörz, der die nächste Mass Hacker zapft.  © Peter Weber

Trotz G7-Gipfels genug Polizei

Abgesichert wurde der Zug wie üblich von der Polizei. Allerdings sei es heuer eine Herausforderung gewesen, das erforderliche Personal aufzubieten, verrät Einsatzleiter Roland Nist: „Momentan sind solche Veranstaltungen für uns schwierig, weil wir 30 Prozent unseres Personals für den G7-Gipfel abstellen müssen.“ Dennoch seien mit fünf Einsatzkräften genauso viele Polizisten vor Ort wie in den Vorjahren. „Der Ablauf ist immer gleich. Das schafft man mit fünf Leuten problemlos“, sagt Nist.

Volksfesteinzug Puchheim
Gemütlich auf dem Bulldog ging es mit Musi in Richtung Volksfestplatz. © Peter Weber

Eingereiht in den Zug hat sich auch Mirko Geschwindt mit den Puchheimer Pfadfindern. „Es ist vor allem für die Kinder ein schönes Event, bei dem sie in ihrer Pfadfinder-Kluft mitlaufen können.“ Auch dass sich beim Festzug die zahlreichen Vereine treffen, gefällt Gschwindt. „So sieht man, was in Puchheim alles los ist.“ Das Volksfest sei zudem ein schönes Angebot für Familien. „Es gibt viele Fahrgeschäfte und abends kann man im Biergarten etwas trinken.“

Stammgäste am Straßenrand

Einige Meter hinter dem Pfadfinder-Stamm feiern die Jugendlichen des FC Puchheim auf der Ladefläche eines Kleinlasters und singen Partylieder. Der Nachwuchs seiner Judoabteilung wiederum präsentiert auf einem Anhänger verschiedene Würfe. „Die Kinder zeigen, was sie gelernt haben. Wir versuchen so, die Sportart einem breiteren Publikum zugänglich zu machen“, sagt Trainer Danilo Kunz. Er freut sich, im Festzelt mit den anderen Vereinsmitgliedern auch mal „losgelöst vom Training in privater Runde“ zusammenkommen zu können. Den Abschluss des Zugs bilden fünf alte Traktoren der Bulldogg-Freunde Puchheim, die ein beliebtes Fotomotiv der Zuschauer sind.

Auch Brigitte und Stefan Makovec stehen am Rand und schauen vergnügt dem bunten Treiben zu. Sie wohnen an der Lochhauser Straße und sind Stammgäste des Festzugs. „Es macht Spaß, wenn man die ganzen Leute sieht, die daran beteiligt sind. Sie zeigen ein buntes Bild von Puchheim“, sagt Brigitte Makovec. Auf das Volksfest selbst wollen die beiden dagegen nicht. „Wir halten uns wegen Corona noch zurück“, erklärt ihr Mann.

Volksfesteinzug Puchheim Sägen bahnhof
Sie machen den Weg frei: Thomas Hofschuster (l.), daneben Bürgermeister Norbert Seidl, beim Sägen. © Peter Weber

Helmut Schneider hat es sich dagegen mit seinen Kindern Jana und Dominik sowie Schwiegertochter Alexandra Liu im Bierzelt gemütlich gemacht. „Es ist ein schön, dass so etwas wieder stattfinden kann. Die Stimmung im Zelt unter dem Himmel der Bayern und die Angebote draußen sind einfach toll.“

Volksfest und Verkehr

Der Festzug ist vorbei, das Volksfest läuft noch bis kommenden Sonntag. Am und im Umfeld des Volksfestplatzes gelten deshalb zusätzliche Halte- und Parkverbote. Dies sei notwendig, um die Zufahrt für Anwohnende und Rettungsfahrzeuge sicherzustellen. Die Einhaltung wird von der Parküberwachung und der Polizei kontrolliert. Am besten geht es zu Fuß oder mit dem Rad. Außerdem gibt es den Volksfestbus, der heuer deutlich länger fährt, wie es heißt. Um 0.30 Uhr ist die letzte Abfahrt vom Volksfestplatz in Richtung Bahnhof.

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