Die Saatkrähe bereitet den Puchheimern seit Jahren Probleme durch Lärm und Vogelkot. beispielfoto: dpa

Puchheim

Zeit für die nächste Attacke: Falkner soll Saatkrähen vertreiben

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Die Brutzeit der Saatkrähe rückt näher. Und damit stehen auch wieder Probleme mit der Krähenkolonie am Schopflachfriedhof und im angrenzenden Wäldchen in Puchheim ins Haus. Die Stadt setzt deshalb erneut einen Falkner ein, der heuer auch großflächiger wirken darf.

Puchheim – Verdreckte Straßen und Gräber, Vogelkot auf Terrassen und Markisen und Lärm durch die Rufe der Vögel. Alle Jahre wieder kämpfen die Puchheimer mit dem Saatkrähenproblem. Bereits seit dem Jahr 2011 ergreift die Stadt deshalb verschiedene Maßnahmen zur Vergrämung der Vögel, die stets im Vorfeld von der Regierung von Oberbayern genehmigt werden mussten.

Das ist auch in diesem Jahr nicht anders. „Wie bereits in den vergangenen beiden Jahren wird auch 2020 ein Falkner eingesetzt“, kündigt Rathaus-Sprecherin Ursula Sesterhenn an. Erstmals dürfen die Greifvögel dabei nicht nur in den ehemaligen Splitterbereichen, sondern auch in den Randbereichen der Hauptkolonie eingesetzt werden.

Falkner auf Unterstützung angewiesen

Der Falkner ist dabei auf die Unterstützung der Puchheimer Bürger angewiesen. Wer beobachtet, wie an einer Stelle mehrere Krähennester gebaut werden, soll die Stadtverwaltung informieren. „Eventuell besteht dann noch die Möglichkeit, diese wieder zu entfernen“, sagt Sesterhenn. Auf keinen Fall sollten die Bürger die Saatkrähen füttern.

Bereits Anfang Februar werden zudem die sogenannten Bird-Gards aktiviert. Diese Lautsprecheranlagen geben Panikrufe der Saatkrähe ab. Sie sind am Rand der Hauptkolonie und in einigen Splitterbereichen installiert worden, um die Saatkrähen von diesen Bereichen fernzuhalten.

Allmähliche Vergrämung

Sollten trotzdem Nester in den Randbereichen der Hauptkolonie gebaut werden und neue Splitterkolonien entstehen, wird die Stadt versuchen, diese dort wieder zu entfernen. „Langfristiges Ziel der Stadt ist die allmähliche Vergrämung der Hauptkolonie am Schopflachwäldchen und -friedhof in siedlungsfernere Bereiche“, erklärt Sesterhenn. Um hierfür eine Genehmigung zu erhalten, sei jedoch die Etablierung und der Schutz einer Neuansiedlung Voraussetzung. Sollten sich Saatkrähen in unproblematischen Bereichen zum Brüten niederlassen, dürften sie daher dort auf keinen Fall gestört werden.

Die Saatkrähenbrutkolonie im Schopflachfriedhof wurde im Jahr 2008 festgestellt. Seitdem hat sich die Zahl der Nester erheblich erhöht, und der Brutbereich hat sich in das angrenzende Wäldchen ausgedehnt. Außerdem gab es seither immer wieder Splitterbereiche.

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