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Beispielfoto: Geothermie in Holzkirchen

Werben für Fernwärme 

Puchheimer Grüne bewerten Geothermie-Risiken als gering

Die Grünen werben nun verstärkt für die Geothermie als alternative Energiequelle. „Jetzt ist es an der Zeit, sich klar zu diesem Projekt zu positionieren“, sagt Fraktionsvorsitzender Manfred Sengl. 

Puchheim – Mit Ausnahme der Freien Wähler seien sich alle Stadtratsfraktionen einig. Die Grünen empfehlen den Puchheimern sogar, das laufende Bürgerbegehren gegen die Geothermie nicht zu unterschreiben.

Die Gründe werden in einer Stellungnahme aufgeführt, der eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Thema zugrunde liege, heißt es. Durch das Blockheizkraftwerk im Ikarus-Park werde derzeit ein Teil von Puchheim mit Wärme beliefert, die durch Verbrennen von Gas erzeugt werde. Durch das geplante Geothermieprojekt könnten etwa 20 Gigawattstunden Wärme gewonnen und über die bestehenden Fernwärmeleitungen sofort verteilt werden. Dies entspreche dem Bedarf von rund 1300 Einfamilienhäusern. Bei einem weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes könne die nutzbare Menge noch verdoppelt werden. Der fossile Energieträger Gas werde anteilig eingespart. Angesichts des fortschreitenden Klimawandels müssten nach Ansicht der Grünen rasch Maßnahmen ergriffen werden, die die Menge an Treibhausgasen begrenzen.

Die Risiken von Mini-Beben seien nach Meinung der befragten Experten vom Erdbebendienst im Bereich Puchheim zudem als gering einzustufen. Bei 16 von 18 Geothermiestandorten im Großraum München seien keine vom Menschen wahrnehmbaren seismischen Ereignisse registriert worden. Schreckensmeldungen wie die aus Poing, wo es zu Rissen in Häuserwänden kam, seien aufgrund anderer Untergrundverhältnisse nicht verallgemeinerbar. Nächstgelegener und zugleich vergleichbarer Standort sei Freiham/Aubing, an dem im ersten Betriebsjahr auch keine Auffälligkeiten gemessen wurden. Der Betreiber sei noch vor Beginn der Bohrungen verpflichtet, seismische Messungen und Beweissicherungsmaßnahmen durchzuführen.

Auch die Absicherung bei Schäden, eine der Hauptforderungen der Initiatoren des Bürgerbegehrens, sei gewährleistet. Die Stadt sei mit 2,5 Millionen Euro an der geplanten Förder- und Betriebsgesellschaft beteiligt. Damit habe die Kommune Einfluss auf die Umsetzung des Projekts und übernehme einen Teil des Haftungsrisikos. Die umgekehrte Beweislast, dass Schäden nicht durch die Geothermie-Anlage entstanden sind, sei über das Bergrecht klar geregelt. Eine Haftpflichtversicherung sei verpflichtend. Die Grünen setzen sich allerdings für eine höhere Versicherungssumme als die bisher genannten zehn Millionen Euro ein.  gar

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