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Zum zehnten ZaP-Geburtstag gab’s eine ganz spezielle Torte. Das Foto zeigt Bürgermeister Norbert Seidl und Marianne Biedermann beim Anschneiden.

Zehnjähriges bestehen

Puchheimer Mehrgenerationenhaus: Das ZaP ist für alle da

Es ist ein Treffpunkt der Generationen und in Puchheim nicht mehr wegzudenken: das ZaP (Zentrum aller Puchheimer). Vor kurzem feierte das Mehrgenerationenhaus seinen zehnten Geburtstag. Begonnen hat alles in einem ehemaligen Laden in der Heussstraße.

Puchheim– „Bei meinen vielen Hausbesuchen traf ich immer wieder Menschen an, die allein waren, denen Gespräche mit anderen abgingen, denen sprichwörtlich die Decke auf den Kopf fiel“, erinnert sich Altbürgermeister Herbert Kränzlein. Zudem stand die damals noch Gemeinde vor einer schwierigen Aufgabe: Es galt, die zahlreichen Migranten, die in die Planie gezogen waren, zu integrieren.

Susanne Barthel leitet das Zentrum aller Puchheimer.

Somit kam die Initiative der Bundesregierung, Mehrgenerationenhäuser in ausgewählten Kommunen mitzufinanzieren gerade recht. Puchheim bewarb sich für das Projekt und wurde ausgewählt. Bei einem Bürgerwettbewerb wurde nach einem Namen für dieses Haus der Begegnung gesucht und gefunden: Das Zentrum aller Puchheimer, kurz ZaP, war geboren. In den Folgejahren bauten die Volkshochschule und die Nachbarschaftshilfe das Haus auf.

Juliane Rätscher ist eine der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen.

So bunt wie der Schriftzug daherkommt, so abwechslungsreich ist auch das Angebot des ZaP: Es gibt Beratungsvormittage, durchgeführt von einer irakischen Muttersprachlerin, Schwangerschaftsberatung und Alphabetisierungskurse. Doch das wichtigste Ziel des ZaP ist die Zusammenführung verschiedener Altersgruppen und Nationen, sowie die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements.

Ina Mirikian sorgt auch für einen reibungslosen Ablauf im ZaP.

Auch die Thematik „Alter und Pflege“ findet im ZaP Raum. Ein Angebot für Demenzkranke und ihre Angehörigen wurde aufgebaut. Diese Programmerweiterung wurde auch dadurch erleichtert, dass in den Folgejahren im gleichen Gebäude ein Büro und ein Seminarraum eingerichtet werden konnten.

Seit 2013 wurde mit dem Programm „Soziale Stadt“ ein weiterer Treffpunkt in direkter Nachbarschaft des ZaP geschaffen – durch die Konzentrierung der Sprachkurse in diesem neuen Stadtteilzentrum veränderte sich das Angebot des ZaP: Die Betreuung der freiwilligen Helfer und die Hausaufgabenbetreuung wurden professionalisiert und die Angebote der Leseförderung gesteigert.

Generationenüberreifende Angebote wie die Hausaufgabenbetreuung oder das Projekt „Generationen forschen“ sind zentrale Elemente. Beliebte Programmpunkte sind das gemeinsame Essen, Sonntagsbrunch, Spielenachmittage, Kaffee-Talk, und das Strick-Café.

Neben zahlreichen ehrenamtlichen Helfern kümmern sich mittlerweile drei hauptamtliche Mitarbeiterinnen um den reibungslosen Ablauf im Mehrgenerationenhaus: Susanne Barthel, Juliane Rätscher und Ina Mirikian. Sie freuen sich, dass Stillstand im ZaP keine Chance hat: „In den letzten Jahren kamen immer wieder neue Zugpferde dazu“, freut sich Susanne Barthel.

Dazu zählen das Repair-Café, Taekwondo für alle Altersgruppen, die Ehrenamtsbörse, Filmabende und nicht zuletzt die Präsenz bei vielen städtischen Großveranstaltungen, wie Stadtfeste oder beim Ökomarkt. So wird den Bürgern das ganze Jahr über das vielfältige und bunte Angebot vor Augen geführt. Zuletzt forderten die Frauen vom Strickcafé dazu auf, öffentliche Plätze mit Woll-Kunst zu verschönern.

Einen Wunsch haben die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen: „Wenn das Zentrum aller Puchheimer ein wenig mehr ins Zentrum, also in die Ortsmitte rücken würde, würden wir uns sehr freuen“, sagt Leiterin Susanne Barthel.

von Angi Kiener

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