Das Rathaus in Pucheim.

Puchheim

Regionale Heimatkunde löst im Stadtrat reichlich Spott aus

An der Stadt soll die Herausgabe eines neuen regionalen Heimat- und Sachbuchs für die dritten und vierten Klassen nicht scheitern.

Puchheim –  Der Kulturausschuss des Stadtrats gab jetzt einen Finanzierungsanteil von knapp 6000 Euro für die Herstellung des Landkreis-Führers frei – allerdings ohne große Begeisterung, wie mehrere Wortmeldungen zeigten. Kritisiert wurde vor allem, dass einer Kommune mit über 20 000 Einwohnern genauso viel Platz zur Selbstdarstellung bleibt, nämlich genau eine Seite, wie einem Dorf mit 2000 Bürgern.

Im Ausschuss klang reichlich Spott über die Nachbarn im tiefen Westen durch. Von Gemeinden „kurz vor Augsburg“ war die Rede, über „Ober-, Unter- und Mittelschweinbach“ lästerte ein Mitglied. Allerdings könne es auch „interessant sein, was die Nebendörfer so bieten“, meinte ein Zuhörer vom Jugendbeirat. Maria Ostermeier (ubp) hielt den Landkreis für „interessant genug, dass man ihn kennenlernen sollte“. Und Ex-Rektorin Rosmarie Ehm (SPD) glaubte zwar, dass der Fundus an Heimatkunde-Material in den Grundschulen ausreichend sei, dachte aber auch an die vielen zugereisten Pädagogen, die auf diese Weise auch etwas über ihre neue Heimat erfahren könnten.

Vom Brucker Schulamt auszugsweise vorgestellte ähnliche Schriften aus anderen Landkreisen behandeln beispielsweise historische Baudenkmäler, Geologie und Geographie in der Umgebung, aber auch die Natur. Für den Brucker Landkreis böten sich Schwerpunktthemen wie der Forstliche Versuchsgarten in Grafrath und das Haspelmoor (Natur), Kloster und Fliegerhorst (Geschichte) oder Luzienhäuschen-Schwimmen und Leonhardiritt (Brauchtum) an. Die Kinder sollen aber auch etwas über Demokratie (von der Schulversammlung bis zum Gemeinderat) oder Freizeitmöglichkeiten in der Nähe erfahren.

Ziel der Schrift, die in einer Auflage von 6000 Exemplaren erscheinen und zum Preis von zwölf Euro auch im Buchhandel erhältlich sein soll, ist die „Identifizierung der Schüler mit dem heimatlichen Raum“. Das Buch wird von Landratsamt und Schulamt gemeinsam herausgeben. Finanzielle Unterstützung kommt von der Sparkasse.  op

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