Änderungen im Fahrplan

Ruftaxi fährt nun auch in Puchheim

Puchheim – Mit dem Winterfahrplan beginnt auch in Puchheim die Ära der Ruftaxis. Nach Ende des Vollbetriebs werden die Haltestellen aller wichtigen Buslinien nach Voranmeldung bedient.

Im Gegensatz zum bisherigen Anruf-Sammeltaxi kann man an sämtlichen Haltestellen zu- oder aussteigen. Bislang mussten Abfahrts- oder Zielort an einer von sieben sogenannten A-Haltestellen liegen. Das Ruf-Taxi fährt im MVV-Tarif, allerdings ohne Kurzstreckenregelung. Dafür sind sogar „Daueraufträge“ möglich.

Veränderungen gibt es auch für die regulären Bus-Nutzer. Eine Neuerung ist der 15-Minuten-Takt an Wochentagen für den 830er über Gröbenzell nach Lochhausen. Dieses Intervall passt zwar nicht zu den Abfahrts- und Ankunftszeiten der S-Bahn. Der Landkreis will allerdings keinen reinen S-Bahn-Shuttle-Betrieb, sondern vor allem die Verbindung nach Gröbenzell ausbauen. Dafür entfällt die Verstärkerlinie 831 im Berufsverkehr.

Schon öffentlich vorgestellt wurde die neue Linie 832 über Gröbenzell und das Moos nach Olching. Wer allerdings bis Olching will, sollte Zeit mitbringen oder die Landschaft genießen wollen.

Bei den vier anderen Linien in der Stadt ändert sich nichts. Damit ändert sich aber auch an einer Schwachstelle vorerst nichts. Die Nummer 854 (Bahnhof-Puchheim Ort) steckt im Berufsverkehr immer wieder im Stau, durch die Schleife über den Ikarus-Park sogar wiederholt. Der Fahrplan ist nicht zu garantieren, Anschlusszüge werden nicht erreicht. Das Rathaus will klären, ob eventuell ein kleinerer Bus auf einer Alternativ-Route (über die Mitterlängstraße) eingesetzt werden kann.

Im Planungsausschuss des Stadtrats, wo die Änderungen vorgestellt wurden, gab es außerdem Kritik an einem angeblich oft nicht ausgelasteten 855er durch den Puchheimer Norden. Der transportiere, etwa an Freitagabenden, vor allem viel Luft, monierte Reinhold Koch (ubp).

Die Nutzerzahlen sprechen allerdings eine andere Sprache, sagte Martin Lehner, im Rathaus auch für den ÖPNV zuständig. Aufs Jahr gerechnet befördert die Linie mit 110 000 Fahrgästen deutlich mehr als früher. In den Morgenstunden gehe es sogar recht eng im Bus zu. Allerdings hatten auch schon die Freien Wähler die zu wenigen Fahrgäste beklagt. Sie hatten als Alternative einen „Citybus“ vorgeschlagen, der nach entsprechender Ampelschaltung die Bahn-Unterführung benutzen dürfte.

Rubriklistenbild: © dpa

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