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Immer wieder meldet der Bahnübergang an der Aubinger Lohe Störungen. Das liegt an sensiblen Sensoren. 

Aubinger Lohe

Dieser Übergang bremst die Bahn immer wieder aus: Sind Fußgänger das Problem?

Der Bahnübergang an der Aubinger Lohe zwischen Puchheim und Aubing sorgt immer wieder für Ärger auf der S 4. Schnee und leichtsinnige Spaziergänger bremsen dort nicht selten den Bahnverkehr aus. Jetzt prüft die Bahn Verbesserungsmöglichkeiten.

Puchheim – Wer regelmäßig mit der Bahn unterwegs ist, ist Kummer gewohnt. Defekte Weichen, Oberleitungsschäden, Stellwerkstörungen – viele technische Probleme scheint das Unternehmen einfach nicht in den Griff zu bekommen. Und in den vergangenen Wochen ist noch ein Problem-Schwerpunkt hinzugekommen.

Legt ein Übergang immer wieder den Bahnverkehr lahm?

Der kleine Bahnübergang an der Aubinger Lohe liegt zwischen den Bahnhöfen Puchheim und München-Aubing. Er wird eigentlich nur von Landwirten und Spaziergängern genutzt, bremst aber regelmäßig Züge aus. In der schneereichen Zeit Anfang Januar war es immer wieder die weiße Pracht, die sich nach Angaben des Unternehmens an wichtige Sensoren heftete. Die zeigen eigentlich an, ob der Übergang frei ist. Der Schnee kann aber dazu führen, dass das Sicherheitssystem das Signal vor dem Übergang automatisch auf Rot stellt, erklärt eine Bahnsprecherin. Der Zugführer muss dann vor dem Übergang anhalten, einen Pfiff mit dem Signalhorn abgeben und darf den Übergang nur auf Anweisung des Fahrdienstleiters passieren – in Schrittgeschwindigkeit. Das wirbelt den Fahrplan gehörig durcheinander. Verspätungen von bis zu 20 Minuten sind keine Seltenheit. Erst wenn Bahnmitarbeiter die Sensoren wieder in Gang gesetzt haben, läuft der Zugverkehr wieder normal.

Spaziergänger am Bahnübergang Aubing: Folgen können gravierend sein

Ein weiteres Problem sind leichtsinnige Spaziergänger, so die Sprecherin. „Leider kommt es regelmäßig vor, dass Personen den Bahnübergang an der Aubinger Lohe überqueren, während sich bereits die Schranken senken.“ Dann melde die Elektronik ebenfalls eine Störung und müsse überprüft werden, was wiederum zu Verspätungen führe.

Auch interessant: Alle Meldungen zu Verspätungen und Störungen im S-Bahn-Ticker.

Die Folgen für Spaziergänger können gravierend sein. Abgesehen davon, dass es lebensgefährlich sein kann, einen geschlossenen Bahnübergang zu überqueren, drohen dafür drastische Strafen. Muss ein Zug wegen einer Person bremsen, gilt das als gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr.

Die Bahn arbeitet nach eigenen Angaben bereits an einer Lösung. Wie diese aussieht und wann sie kommt, könne man noch nicht sagen, so die Sprecherin. Nötig ist dies auf alle Fälle: Wenn der Münchner Stadtteil Freiham bezogen wird, sind an dem Übergang wohl noch viel mehr Spaziergänger unterwegs.

Auch interessant: Die S-Bahn in der Region Fürstenfeldbruck

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*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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