Erfolgreich querbeet: Dorf wagt Breitbandausbau Marke Eigenbau
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Breitbandausbau ist bisweilen teuer.

Stadt investiert

Schnelles Internet für Puchheim-Ort nur dank Hilfe der öffentlichen Hand

Die 37 unterversorgten Haushalte im Osten von Puchheim-Ort bekommen schnelleren Zugang ins Internet.

Puchheim –  Der Stadtrat billigte jetzt einstimmig, aber auch erst nach einmütigem Grummeln, eine Investition von über 110 000 Euro für die Glasfaser-Hausanschlüsse im Emil-Sollinger- und im Christine-Zeiske-Weg. Eine Verlegung nur bis zur Grundstücksgrenze würde für die Stadt finanziell keinen großen Unterschied machen, gilt aber für die Telekommunikationsunternehmen als unattraktiv. Die betroffenen Ortler hatten seit langem auf eine Lösung gedrängt.

Ohne Hilfe der Stadt geht es nicht

„Wir doktern seit fünf Jahren rum“, sagte Bürgermeister Norbert Seidl (SPD), aber ohne Unterstützung der Stadt werde es definitiv keine ausreichende Breitbandversorgung geben. Laut potenziellen Betreibern sei ein Anschluss für sie nicht wirtschaftlich. Stelle sich auch die Stadt stur, seien die Puchheimer die Leidtragenden. Von einer „ärgerlichen Rosinenpickerei der Netzbetreiber“ sprach Jean-Marie Leone (SPD), der dennoch die Bürger nicht im Regen stehen lassen wollte.

Kämmerer: Infrastruktur gehört in die öffentliche Hand

Einen Denkfehler im Geschäftsmodell der Unternehmen diagnostizierte CSU-Sprecher Thomas Hofschuster. Die Stadt finanziere, was der Privatwirtschaft nutze. Die Unterversorgung in der Siedlung ist aber auch aus seiner Sicht nicht hinnehmbar.

Für Kämmerer Harald Heitmeir zeigt der Fall, dass auch diese Art von Infrastruktur eigentlich in öffentliche Hand gehöre. Wenn man das Geld in die Komm-Energie oder ein anderes kommunales Unternehmen als künftigen Netz-Betreiber stecken könnte, würde man nicht nur den Versorgungsauftrag erfüllen, sondern auch Gewinne erzielen. Für Bürgermeister Seidl kommen solche Gedankenspiele zu früh: „Selber ausbauen wäre die Ideallösung, aber soweit sind wir noch nicht.“ (op)

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