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Buntes Viertel: Jugendliche aus der Planie stehen auf Müll-Häuschen, die sie selbst angemalt haben. 

Sie machen die Planie schöner

Puchheim – Es ist ein Kunst-Projekt, das Identität stiften und eine Brücke bauen soll: „Eine Brücke von den Bewohnern der Planie hin zu anderen Puchheimern – den Puchheimern, die abseits der Bahnlinie wohnen“, sagt Martin Kulzinger vom Quartiersmanagement Soziale Stadt.

Monatelang haben sich rund 20 Jugendliche aus der Planie damit auseinandergesetzt, wie ihr Wohnumfeld verschönert werden kann. Frank Cmuchal und Thilo Klöck von der Hochschule München und Barbara Saatze vom Puchheimer Kulturverein haben das Projekt geleitet. „Zuerst wollten wir großflächigere graue Betonwände verschönern, doch wir stießen damit auf wenig Entgegenkommen seitens der Eigentümer“, sagt Kulzinger. Gleichwohl hat eine Eigentümervertretung um Beate Richter grünes Licht gegeben, eine Müllhäusl-Anlage an der Adenauerstraße künstlerisch zu gestalten.

In der Planie will man nicht länger als ein Glasscherbenviertel ähnlich wie der Münchner Stadtteil Hasenbergl wahrgenommen werden. Das Projekt soll zeigen, dass auch im Münchner Ballungsraum, wo verschiedene Kulturen aufeinandertreffen, so etwas wie ein Heimatgefühl entstehen kann. Das Schlüsselwort lautet: Identifikation.

Aveen Khorschied lebt in der Planie. Sie engagiert sich neben Kulzinger im Führungsteam des Quartiersmanagements Soziale Stadt. Khorschied kennt „die guten und die schlechten Orte“ des Viertels. Sie kennt die Probleme und Vorurteile, mit denen die Bewohner täglich konfrontiert werden. Das Engagement von Bürgermeister Norbert Seidl im Rahmen der „Sozialen Stadt“ empfinde man in der Planie als Lichtblick, sagt Khorschied.

Kinder und Jugendliche haben in den vergangenen Monaten gewerkelt im Stadtteilzentrum an der Adenauerstraße – umgeben von Hochhäusern in einer auf den ersten Blick wenig schmucken Umgebung. Den Beteiligten ging es darum, eine positive Außenwirkung zu zeigen. „Wir wollten mit dieser Aktion ein weiteres starkes Wir schaffen und das ist uns – wie wir hoffen – letztlich auch gelungen“, sagt Martin Kulzinger. Die Einen leben hier, Andere schauen mal kurz vorbei. Doch was sie sehen, soll allen Puchheimern in der Planie Mut machen.

Angi Kiener

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