Kulturreferentin Ramona Weiß (l.) gratuliert Marianne Lindner-Köhler (2.v.l.), Ilona Wiebers (M.), Vernon Uhlenbrock (2.v.r.) und Wolfgang Englmaier (r.) zum Sieg beim zweiten Puchheimer Lyrik-Wettbewerb.

Gedichte zu Puchheims Zentrum

Die Sieger des Lyrik-Wettbewerbs zur Stadtmitte

Der Sieger des zweiten Puchheimer Lyrik-Wettbewerbs steht fest: Es ist Vernon Uhlenbrock. „Eigentlich schreibe ich nur für den Hausgebrauch, für meine Familie“, sagte er bei der Preisverleihung, „aber das könnte sich ändern“. Unterstützt von Tochter und Enkelkind nahm er auf der Bühne seinen Preis, einen Gutschein im Wert von 100 Euro für das Puchheimer Kulturzentrum entgegen, ehe er das Siegergedicht verlas.

Puchheim– Die Juroren waren neben Stadträtin Ramona Weiß auch Harriet Paschke vom Kulturverein, Erich Hage von der Volkshochschule sowie Stadträtin Karin Kamleiter und Stadtrat Reinhold Koch. Das Siegergedicht hat sie vor allem wegen des geschickt eingesetzten Spannungsbogens überzeugt. „Philosophie pur“, nannte es Kulturreferentin und Stadträtin Ramona Weiß. „Das Wort Puchheim fällt nie, und doch spürt man, dass es im Gedicht genau um diesen Ort geht. Es lässt Raum für Assoziationen und je öfter man es liest, desto öfter erkennt man wieder eine neue Bedeutung.“

Ziel des Wettbewerbs war es, die Stadtzentrumsplanung mehr in den Fokus zu rücken und die Bürger zu motivieren, sich intensiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen. 15 Gedichte wurden insgesamt eingesendet. Die jüngste Teilnehmerin war 17 Jahre alt.

Auf den zweiten Platz landete Wolfang Englmaier. Er machte bereits beim ersten Lyrik-Wettbewe0b mit. Voller Motivation wünschte sich Englmaier den Spatenstich herbei und überzeugte erneut mit Sprachgewandtheit und starken Worten, so die Jury.

Die drittplatzierte, Marianne Lindner-Köhler, ging in ihrem lyrischen Werk zunächst auf die sozialen Brennpunkte in Puchheim ein. „Was ist hier los, außer viel Verkehr?“, warf sie zu Beginn die Frage auf. Jede Menge, erfährt der Leser im Verlauf des Gedichts, wenn nämlich das neue Zentrum steht und mit ihm die neuen Gebäude mit Volkshochschule, Musikschule, Bücherei und Begegnungsstätten.

Lindner-Köhler teilt sich dritten Platz mit der ehemaligen Kulturreferentin, Ilona Wiebers. Diese ließ sich von einem Zeitungsartikel inspirieren, wobei sich eine Stadträtin am Verbot von „Einrichtungen zur Kleintierhaltung“ störte. Und so entstand dann – in ihrem Gedicht verankert – eine politische Debatte rund um die neue Stadtzentrumsplanung.  tb

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