Auszeichnung

Das sind Puchheims engagierteste Bürger

Die Stadt Puchheim zeichnet wieder Menschen und Firmen aus, die sich sehr um die Gemeinschaft verdient gemacht haben. Die Namen der Preisträger von „Puchheims Puls“ stehen nun fest. Die Entscheidung soll auch ein Signal setzen.

Puchheim Zum zweiten Mal nach 2018 wird die Stadt Preise für gesellschaftliches Engagement verleihen. Die Auszeichnungen unter dem Namen „Puchheims Puls“ werden in drei Kategorien vergeben und sind mit insgesamt 2000 Euro dotiert. Am Internationalen Tag des Ehrenamtes, der am 5. Dezember war, wurden die künftigen Preisträger vorab der Presse vorgestellt: der Vorstand der örtlichen Volkshochschule, der langjährige Leiter des Posaunenchors der evangelischen Kirche und die Immobilienverwaltung Dr. Harbeck & Stieber.

Günther Dietrich

Einige Stunden diskutierte laut Bürgermeister Norbert Seidl die sechsköpfige Jury – mit ortsfremden Vertretern aus Politik, Medien, Kirche, Wirtschaft und Sozialarbeit besetzt – über insgesamt 19 eingereichte Vorschläge, um schließlich doch zu einer einstimmigen Entscheidungsfindung zu kommen. Maßstäbe zur Bewertung waren unter anderem die Originalität, die Nachhaltigkeit und die Reichweite des jeweiligen Einsatzes für das Gemeinwesen.

Erich Hage

In der Kategorie Ehrenamt fiel die Wahl auf die vierköpfige Führung der VHS. Denn an Erich Hage und seinen Kollegen bleibe angesichts einer räumlich beschränkten Geschäftsstelle im Bürgertreff viel Arbeit hängen. Dennoch gelinge es der Erwachsenenbildungseinrichtung seit Langem, von der Kinder-Uni bis zum Seniorenprogramm ein vielfältiges und vor allem immer wieder neues Angebot vorzulegen. Und breite Bildung, hieß es, sei gerade in diesen Zeiten wichtig.

Menschen, die kaum im Rampenlicht stehen, aber für andere da sind, werden in der zweiten Kategorie als „Helden des Alltags“ ausgezeichnet. Die Wahl fiel auf Günther Dietrich, zwar kein Puchheimer, aber jahrzehntelang als ehrenamtlicher Leiter des Posaunenchors in der Stadt zugegen.

Der 78-Jährige unterrichtet heute noch Kinder und Jugendliche an Blasinstrumenten und fällt immer wieder als Kümmerer auf, der bei Schicksalsschlägen zur Stelle ist. Für einen schwer erkrankten Puchheimer organisierte er am vergangenen Heiligabend ein spontanes Konzert vor dessen Haustür.

Als Unternehmen mit sozialer Verantwortung wurde in der Kategorie Beruf & Betrieb die Harbecksche Immobilienverwaltung und namentlich deren Geschäftsführerin Laura Stieber, die Tochter von Alois Harbeck, ausgezeichnet. Obwohl der Betriebssitz in München ist, bekenne sich die Firma zum Standort Puchheim, habe stets ein offenes Ohr, wenn die Stadt dringende Fälle kurzfristig unterbringen muss und gilt außerdem als Vermieterin, bei der nicht nur die Rendite zählt.

Obwohl der umfangreiche Wohnungsbestand in Puchheim vorbildlich saniert oder in Schuss gehalten werde, blieben die Mieten sozial gestaffelt. Harbecks kleine Galerie im Gutshof oder der Umbau eines Gebäudes am Grünen Markt zum Café gelten als weitere Indizien der Verbundenheit mit Puchheim. Und die Auszeichnung könne man auch als Signal gegen noch größere Wohnungsunternehmen in Puchheim verstehen, denen die Anliegen ihrer Bewohner weniger wichtig erscheinen, hieß es.

Laura Stieber

Erstmals wurde heuer ein „Sonderpreis“ vergeben. Er geht – stellvertretend für alle Rettungskräfte – an die beiden Feuerwehren in Puchheim-Bahnhof und Puchheim-Ort. Die Jury will ihn als Dank für die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr verstanden wissen und als „Zeichen des Abscheus“ gegen jene, die Rettungskräfte anpöbeln, anspucken oder angreifen. Die Preise werden bei einem kleinen Festakt am 10. Mai im Puchheimer Rathaus verliehen. (Olf Paschen)

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