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Seit 2011 darf sich Puchheim Stadt nennen. Fünf Jahre später hat die Kommune dank der örtlichen Musikschule nun auch ihr eigenes Musical bekommen.

Musical feiert Premiere im PUC

Die Stadt-Entstehung als Musik-Märchen

Puchheim - Seit 2011 darf sich Puchheim Stadt nennen. Fünf Jahre später hat die Kommune dank der örtlichen Musikschule nun auch ihr eigenes Musical bekommen. Das Werk wurde im Rahmen des Stadtfestes uraufgeführt – und fand beim Publikum im Kulturzentrum PUC durchaus Gefallen.

„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt“, hat der Physiker Albert Einstein einmal gesagt. Es kann davon ausgegangen werden, dass der 1897 in Ulm geborene und 1955 in den USA gestorbene Wissenschaftler diese Weisheit nicht auf die Stadt Puchheim und ihre Bürger bezogen hat. Musikschullehrerin Daniela Hennecke, die für die Gesamleitung des Musical-Projektes zuständig ist, hat nicht nur das Zitat des Physik-Genies aus der Schublade geholt, sondern Einstein selbst wieder auferstehen lassen. Ihre Idee: Die Geschichte der Stadtwerdung wird in ein Märchen gepackt, in das mehrere historische Promis eingebunden werden.

Der Inhalt des Musicals ist nicht zu kompliziert und deshalb für Jung und Alt geeignet: Ein König will sich, bevor er abdankt, ein Denkmal setzen. Da hat er die Idee: „Es wird eine Stadt gebaut, so sei es. Es wird eine Stadt gebaut, die viel Geld kostet.“ Um das Projekt zu verwirklichen, lädt der Monarch erst seine Minister zu sich und dann prominente Berater – in ihren Bereichen ähnliche Fürsten wie der König und vom Hauch des Genies bewegt. So finden Einstein, Dichterfürst Goethe und Ausnahme-Komponist Mozart auf der Bühne im PUC zueinander.

„Du bist der Wolferl und ich der Wolfgang“, sagt Johann Wolfgang von Goethe zu Wolfgang Amadeus Mozart. Und weil sie sich nicht einigen können, wie sie ihre Ideen unter einen kulturellen Hut bringen, kommen sie zu dem Entschluss: „Lasst uns ein Konzertsaal bauen, eine Bühne, ein Zentrum der Kultur.“

Der König, gespielt von Philipp Wagner, genießt diese Idee, als sei es seine eigene: „Abfallen wird auf mich der Ruhm.“ Im Publikum wird bei der Figur des Königs wohl so mancher an den früheren Bürgermeister Herbert Kränzlein gedacht haben, der seinem Nachfolger und derzeit amtierenden Rathauschef Norbert Seidl gewissermaßen die Stadtwerdung hinterließ. Die Verantwortlichen des Musicals bemühten jedenfalls den Satz so vieler anderer Autoren: „Ähnlichkeiten sind rein zufällig.“

Der Faden zieht sich knapp 80 Minuten lang durch das Stadtmusical, das vom Ehepaar Cäcilia und Johannes Overbeck sowie Tochter Sophia entwickelt und komponiert wurde. Die Idee, es in der im PUC gezeigten Form zu verwirklichen, hatte Ines Neuland, die Leiterin der Musikschule.

So lässt man also Fitness-Guru „Mister J“ eine Turnhalle und ein Schwimmbad bauen, Berater Winnetou darf den König auf den Schutz der Natur hinweisen und einen Park in den Ideenpool für die zu bauende Stadt werfen. Dem König gefällt‘s – mit den prominenten Ratgebern „habe ich mich amüsiert wie nie“.

Gut unterhalten haben dürften sich auch die Besucher bei der Darbietung, an der rund 90 Musiker und Schauspieler beteiligt waren. Auch wenn mancher Übergang zwischen gesungenen und gesprochenen Passagen etwas holprig wirkte.

„Man hat gesehen, wie viele gute Köpfe und Ideen es in einer Stadt braucht“, sagte Martin Paucher. Der 35-Jährige saß ebenso im Publikum wie Mia Lander. „Toll, was die Kinder und die Musikschule geleistet haben“, meinte die 41-Jährige und hoffte, dass es bei der einen Vorführung nicht bleibt.

von Hans Kürzl

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