Kontrolleure gehen öfter Streife 

Stadt Puchheim will sich Falschparker vorknöpfen

Die Stadt will verstärkt gegen Falschparker vorgehen. Künftig sollen die Kontrolleure 15 statt wie bisher zehn Stunden pro Woche auf Streife gehen.

Puchheim – Das hat der Stadtrat auf Anregung der CSU beschlossen. Insbesondere in Wohngebieten und an Feuerwehr-Zufahrten soll mehr kontrolliert werden.

Die Stadt ahndete im vergangenen Jahr 2161 Verstöße durch Verwarnungen oder Bußgelder. Im Vergleich mit 2015 ist das ein Minus von rund zehn Prozent. Allerdings wurde das Verfahren in 142 Fällen eingestellt oder die Park-Sünder konnten nicht zur Kasse gebeten werden.

Grund der meisten Verstöße war, dass Autofahrer die Parkzeit überschritten hatten. Die Zahl der Ahndungen nahm jedoch im Vergleich zu 2015 um fast um ein Drittel ab. Auf Platz zwei der Park-Sünden folgt das Parken im eingeschränkten Halteverbot. Mehr als verdoppelt hat sich die Zahl der Fahrzeuge, die verbotenerweise Feuerwehranfahrtszonen zuparkten. Die 39 Fälle machen zwar nur einen Bruchteil der gesamten Verstöße aus, sind für das Ordnungsamt im Rathaus aber 39 zu viel. Der Großbrand vor einigen Wochen an der Josef-Schauer-Straße habe erst wieder gezeigt, wie wichtig ausreichend Platz für große Einsatzfahrzeuge sei, hieß es aus dem Ordnungsamt. Künftig will die Stadt Autos, die Feuerwehranfahrtszonen blockieren, abschleppen lassen.

Die meisten Verwarnungen hat die Stadt wegen Verstößen in den Kurzparkzonen an der Lochhauser Straße ausgesprochen. Gleichwohl stieg die Zahl in der Adenauer- und Bäumlstraße stark an. Viele Autofahrer hat wohl überrascht, dass Kontrolleure in diesen Wohngebieten auch abends und an Wochenenden auf Streife gingen.

Reich geworden ist die Stadt mit ihrer Parküberwachung freilich nicht. Die Einnahmen liegen knapp 3000 Euro über den Ausgaben von 27 500 Euro. Solche Beträge würden jedenfalls keinen Abzocke-Vorwurf rechtfertigen, meinte Bürgermeister Norbert Seidl (SPD). Angeblich treffen die Kontrolleure nur ganz selten auf Autofahrer, die mit Unverständnis reagieren.

Übrigens: Dass die Stadt verstärkt gegen Falschparker vorgehen will, ist bitter notwendig. Die Politesse der Gröbenzeller Polizei, die ebenfalls Park-Sünder in Puchheim aufschreibt, geht in den Ruhestand. Es ist unsicher, ob die Stelle nachbesetzt wird.  op

Rubriklistenbild: © dpa

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