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Puchheim

Stadtrat feiert Haushalt und Bürgermeister

Die Stadt befindet sich finanziell weiterhin in einer beneidenswerten Situation. Einstimmig beschloss der Stadtrat jetzt einen Haushalt, der erstmals in Puchheims Geschichte ein Gesamtvolumen von über 50 Millionen Euro erreicht.

Puchheim –  Zwar werden nach dem Entwurf von Kämmerer Harald Heitmeir die Aufwendungen wie schon im vergangenen Jahr und trotz eines vermutlich erneuten Rekords bei den Steuereinnahmen über den Erträgen liegen. Puchheim kann sich ein Minus angesichts der hohen Rücklagen und der freien Finanzmittel aber leisten. Von einer „Triple-A-Finanzlage“ sprach Bürgermeister Norbert Seidl in seiner Haushaltsrede. Dieses dreifache „A“ ist die höchste Bewertung, die Rating-Agenturen vergeben.

Die fünf Fraktionssprecher sahen es ähnlich. „Wir stehen gut da“, meinte CSU-Chef Thomas Hofschuster. Das mache politischen Streit überflüssig: „Wir täten uns wahrscheinlich viel schwerer, wenn wir sparen und Prioritäten setzen müssten“. „Man kann froh sein, in Puchheim zu leben,“ fand auch Jean-Marie Leone (SPD). Die gute Finanzlage sei kein Zufall, sondern „Ergebnis jahrzehntelanger vernünftiger Politik“. Etwas Wasser ließ Reinhold Koch (ubp) in den Schampus rieseln. Zwar habe man für zwölf Millionen am Gerner Platz eine „schöne Schule“ geschaffen, trotzdem fehle es an großen Reserven für steigende Schülerzahlen. Möglicherweise müsse man für neue Infrastruktur-Einrichtungen Standorte suchen.

Manfred Sengl (Grüne) bescheinigte dem Bürgermeister, ein „Glückspilz“ zu sein. Seit dessen Amtsantritt 2012 „geht’s permanent nach oben,“ gebe es „immer mehr Geld zu verteilen“. Allerdings müsse man hoffen, dass die wenigen großen Gewerbesteuer-Zahler weiter viel zu tun hätten. Sonst bliebe Zeit, um über Steuervermeidungsstrategien nachzudenken. 

Michaela von Hagen (FW) sah einen kleinen Pferdefuß im Reichtum: Die Erwartungen in der Bevölkerung nähmen zu. Dennoch: „Ich seh’ das zuversichtlich, ich freu’ mich auf 2018.“ Die größte Investition in diesem Jahr bleibt sozusagen in der Familie: In die Wohnraumentwicklungsgesellschaft WEP werden städtische Immobilien und Grundstücke, darunter zwei kleinere unbebaute, im Wert von rund sechs Millionen Euro verschoben. Zweitgrößter Posten ist der neue Kindergarten mit Personalwohnungen im Wohnpark Roggenstein (heuer gut drei Millionen). Ebenfalls noch einen siebenstelligen Betrag erreicht die energetische Sanierung des Sportzentrums.  op

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