Die Anmeldung für die Kitas in Freising ist für das Betreuungsjahr 2021/22 von 22. Februar bis 16. März möglich. dpa
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Puchheim hilft den Kitas.

Puchheim

Unmut über Regelung für Kita-Gebühren

Die Stadt wird den Trägern der Kindertageseinrichtungen einen Teil der entgangenen Elternbeiträge erstatten.

Puchheim – Obwohl deutlicher Unmut darüber laut wurde, dass der Staat die Kommunen ungefragt mit in Haftung nimmt, beschloss der Stadtrat jetzt schließlich einstimmig eine Kostenbeteiligung. 30 Prozent der Gebühren-Ausfälle trägt die Stadt, den Rest der Freistaat.

Die Staatsregierung hatte nach einigen Wochen Lockdown entschieden, von den Eltern keine Gebühren für geschlossene Kindergärten, Krippen, Horte und Mittagsbetreuungen verlangen zu können. Die bereits bezahlten Beiträge für Januar und Februar sollten von den Einrichtungen zurückerstattet werden, deren Einnahmenausfälle wiederum von Staat und Kommunen kompensiert werden. Dabei gibt es eine Pauschal-Erstattung, die unabhängig von den tatsächlich erhobenen Gebühren ist und zwischen 68 Euro (kurze Mittagsbetreuung) und 300 Euro (Krippenplatz) liegt.

Die Kitas können selber entscheiden, ob sie die Beiträge zurückerstatten und dafür staatliche Hilfe in Anspruch nehmen oder nicht. Die Regelung gilt nur für Kinder, die an nicht mehr als fünf Tagen im Monat in einer Notbetreuung versorgt werden.

In Puchheim waren im Januar fast 30 Prozent der Kita-Kinder in einer Notbetreuung, aber nur jeder 20. Grundschüler und ein Prozent der Mittelschüler. Da sämtliche Träger – Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Private – bei der Rückerstattung mitmachen wollen, ergeben sich für die Stadt geschätzte Kosten von 50 000 Euro für den Januar und den Februar. Da die Pauschal-Beträge nicht alle Einnahmen-Ausfälle der Einrichtungen decken, wird außerdem noch die Hälfte des entstandenen Defizits, insgesamt vermutlich rund 30 000 Euro, aus dem städtischen Haushalt getragen. OLF PASCHEN

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