Die Pläne für das Sportzentrum: Weiß sind die bereits beschlossenen Elemente, beige die Teile der Anlage, über die noch diskutiert wird. Quelle:Stadtverwaltung/Grafik: tb

Aus dem Stadtrat Puchheim

Verjüngungskur für Sportzentrum

Bei der Neugestaltung der Sportanlage an der Bürgermeister-Ertl-Straße lässt sich die Stadt Puchheim nicht lumpen. Der Ausschuss für städtische Bauten erteilte jetzt die Projektgenehmigung für einen neuen Kunst-rasenplatz und mehrere andere Sport- und Spielflächen.

Puchheim Außer den Fußballern erhalten auch Stockschützen und Beachvolleyballer, Basketballer und Kletterer jeweils ein eigenes Gelände. Raum bleibt außerdem für Boccia, Slacklining und Fitness an diversen Trimm-Geräten. Die Kosten erreichen 1,35 Millionen Euro.

Kernstück der sanierten Anlage ist das Kunstrasenfeld anstelle des bisherigen Hartplatzes mit einer Netto-Spielfläche von 90 mal 60 Meter und einem umlaufenden, 2,50 bis 4,50 Meter hohen Zaun. Die hohe Einfriedung soll Passanten vor scharfen Schüssen der Kicker schützen, dient aber auch dem Erhalt des teuren Kunststoff-Geläufs. Es gebe nämlich „Spezialisten, die gerne mal ein Lagerfeuer machen“, erläuterte der beauftragte Landschaftsarchitekt, der seine Planung im Ausschuss vorstellte. Der Rasen ist quer (für die Jüngeren) und längs bespielbar und das grundsätzlich auch im Winter, wenn nicht gerade das große Schneechaos ausbricht.

Jugendliche planen Skateranlage mit

Als wichtiges Element gilt außerdem die neue Skateranlage mit zwei Rampen und Sprunghöhen bis zu 1,60 Meter, die von Besuchern des Jugendzentrums quasi mitgeplant wurde. Die Nutzung des bisherigen Geländes an der Alpenstraße hatte immer wieder zu Konflikten mit den Nachbarn geführt. Am selben Standort bleibt der dann allerdings erneuerte Basketball-Platz, an dessen Nordseite außerdem eine Kletterwand entstehen soll.

Die Beach-Volleyballer ziehen von der West- auf die Ostseite des Kunstrasenplatzes, ihr altes Spielfeld wird zur Stockschützen-Bahn. Im gesamten Gelände bleiben zwei kleinere Flächen, über deren Nutzung noch nicht endgültig entschieden ist. Im Südosten, wo eine Boccia-Bahn entstehen könnte und zumindest zwei Pfosten für die Slackliner installiert werden sollen. Dort soll nach den Worten von Bürgermeister Norbert Seidl (SPD) aber auch Platz für die „normalen Leute, die in keinem Verein organisiert sind“ bleiben, etwa zum Federball-Spielen oder auch nur zum Sitzen und Ratschen. Auch noch nicht endgültig neu geplant: Der nordöstliche Teil mit möglichen Fitness-Geräten, über deren Art und Standort später entschieden wird.

Beleuchtungsfrage noch offen

Die Planung wurde zwar allseits als gelungen gelobt, einige Fragen blieben aber offen, etwa die nach einer nächtlichen Beleuchtung. DIN-gerechtes Licht für Sportanlagen wäre unverhältnismäßig aufwändig. Außerdem sollte man den Jugend nicht die letzten lauschigen Plätzchen nehmen, fand Alt-Bürgermeister Erich Pürkner (CSU).

Punktspiele auf Kunstrasen selten

Und Lydia Winberger von den Grünen wollte wissen, wo die Zuschauer der Fußballer bleiben könnten. Punktspiele der ersten Mannschaft dürften auf Kunstrasen allerdings grundsätzlich eher selten sein. Und ein Experte wusste von durchschnittlich maximal 150 Anhängern zu berichten, , die dem FC Puchheim die Daumen drücken. Die hätten auf der großen Anlage Platz genug, um sich zu verlaufen. (op)

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