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Bei einem Unwetter im Juli vergangenen Jahres drohte der Gröbenbach auf Höhe der Fußgängerunterführung an der Ecke Klosterweg/ Augsburger Straße über die Ufer zu treten.

PUCHHEIM

Vorsorge bei Hochwasser kommt später

So schnell, wie von der CSU gewünscht, wird es in einem kleinen Teil von Puchheim-Ort keine Vorsorge gegen Überschwemmungen nach starken Regenfällen geben.

Puchheim - Die Fraktion zog jetzt im Ferienausschuss des Stadtrats ihren eigenen Sechs-Punkte-Plan für den Bolzplatz an der Alten Bahnhofstraße zurück. Grund: Wie jetzt bekannt wurde, soll ohnehin schon Mitte September das von der Stadt in Auftrag gegebene Starkregen-Konzept vorliegen. Im Oktober wird außerdem das große gemeinsame Hochwasserschutzkonzept für mehrere Kommunen erwartet.

Die CSU hatte nach dem Dauerregen Anfang August, durch den der Graben zum Gröbenbach wieder merklich angeschwollen war, Sofortmaßnahmen für die Anwohner gefordert. Unter anderem sollte ein Erdwall aufgeschüttet und das Bolzplatz-Gelände angehoben und leicht geneigt werden. Auch eine Vertiefung des Grabens stand auf der Liste. So einfach geht es aber nicht, wie die Verwaltung erläuterte: Der gesamte Bereich liegt im (neu berechneten) Überschwemmungsgebiet, in dem es für jede Maßnahme, die den Wasserabfluss verändern könnte, einer Genehmigung bedarf. Schon gar nicht möglich ist es, einfach mal so einen Graben zu vertiefen.

Mehr Klarheit soll das vor drei Jahren in Auftrag gegebene Starkregenkonzept bringen. In diesem Gutachten wird geprüft, welche Wege sich das Niederschlagswasser vom Parsberg sucht, wie aufnahmefähig Gräben und Rohre sind, auch welche Ableitungsmöglichkeiten es gibt. Noch unklar ist, inwieweit eventuelle Lösungsvorschläge mit dem großen Hochwasserschutz-Konzept für Ascher-, Gröben- und Starzelbach kollidieren.  op

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