In Kigas und Kitas

Weiter zu wenig Betreuungsplätze in Puchheim

Puchheim – In der Stadt fehlt es weiterhin an Kinderbetreuungsplätzen. Wie die jüngsten Zahlen zeigen, können von 266 Kindergarten-Anmeldungen für den Zeitraum ab September nur 243 berücksichtigt werden. Von den 125 Wünschen nach einem Krippen-Platz sind ebenfalls nur rund 90 Prozent (111) erfüllbar.

Wie Sozialamtsleiter Klaus Winter bei Vorlage der Daten im Sozialausschuss des Stadtrats erläuterte, scheinen aber nicht alle Eltern unbedingt auf einen Platz angewiesen zu sein. Ein rundes Drittel der Interessenten nimmt eine Wartezeit in Kauf, um den Nachwuchs irgendwann später im Wunsch-Kindergarten unterzubringen.

Erstmals wurde außerdem eine nennenswerte Zahl von Flüchtlingskindern registriert: 23 junge Asylbewerber wurden für den Kindergarten angemeldet, nur etwas mehr als die Hälfte ist untergekommen. Die sieben ganz kleinen Migranten fanden alle einen Krippenplatz.

Theoretisch stünden in Puchheim über 900 Kindergarten-Plätze zur Verfügung, 35 können aber aufgrund fehlenden Personals nicht besetzt werden. Faktisch sind es ab dem Herbst 866, wobei allerdings auch Integrationsplätze mitgezählt sind. Jedes Kind mit besonderem Förderbedarf nimmt praktisch zwei reguläre Plätze in Anspruch. Im theoretischen Höchstfall könnten dagegen 967 junge Puchheimer für einen Kindergarten-Platz angemeldet werden, dazu müssten aber alle gerade Dreijährigen sofort in die Kita kommen und alle Sechsjährigen noch von der Schule zurückgestellt werden.

Mit einer Quote von 55 Prozent ist der Anteil der Krippenkinder in Puchheim etwas geringer als in den meisten Nachbarkommunen. Für manche berufstätige Eltern ist eine auswärtige Betreuung günstiger zu organisieren, einige wenige kommen in den Genuss einer betrieblichen Krippe beim Arbeitgeber. Der überwiegende Anteil der übrig bleibenden 45 Prozent ist in den ersten drei Jahren aber zuhause bei der Mama.  

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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