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In Puchheim

Weniger Verletzte bei Verkehrsunfällen

Nach dem Rekordwert von 2015 ist die Zahl der Verkehrsunfälle in Puchheim im vergangenen Jahr wieder leicht zurückgegangen. 

Puchheim – 390 mal wurde die Polizei nach einem Zusammenstoß gerufen, ein Minus von knapp sechs Prozent. Die Zahl der Verletzten nahm sogar um mehr als ein Drittel ab, allerdings war auch hier das Jahr 2015 ein trauriger Spitzenreiter. Sorgen machen der Polizei aber nach wie vor zahlreiche Fahrrad-Unfälle, darunter auch einige auf dem Schulweg.

Wie die jüngst vorgestellte Verkehrsunfall-Analyse zeigt, sind im gesamten Bereich der Polizeiinspektion, also in Gröbenzell und Puchheim, ungenügender Abstand sowie Fehler beim Wenden oder Rückwärtsfahren mit je einem Drittel die häufigsten Ursachen. Bei den Altersgruppen haben die 45- bis 64-Jährigen die Senioren als häufigste Unfallfahrer abgelöst. Allein ein Puchheimer Phänomen waren im vergangenen Jahr die sechs Schulwegunfälle: Zwei Mal war ein Bus in einen Crash verwickelt, in vier Fällen waren junge Radler betroffen – und zumeist selbst schuld.

In Puchheim wurden wie im Jahr zuvor 38 Fahrrad-Unfälle gezählt. Schwerpunkte waren die Lochhauser Straße und deren Nebenstraßen sowie die Bürgermeister-Ertl-Straße. Ein Gutteil davon ist selbst verschuldet, was Polizei-Chef Karlheinz Pangerl auch auf den großen Ermessensspielraum vieler Radler bei der Einhaltung von Regeln zurückführt. Nachts ohne Licht, bei Rot über die Ampel, auf dem Gehweg unterwegs – das Unrechtsbewusstsein vieler Fahrer sei „gleich Null,“ erklärte er im Stadtrat.

Beim motorisierten Verkehr gibt es keinen wirklichen Unfallschwerpunkt. Selbst auf dem Stück Bundesstraße, das auf Puchheimer Flur liegt, wurden 2016 nur mehr 21 Zusammenstöße gezählt, im Jahr zuvor noch fast doppelt so viele. Sechs davon passierten beim Ein- und Ausfahren. Deutlich häufiger kam es im fast ruhenden Verkehr zu Blechschäden: Auf den Parkplätzen der Supermärkte. olf paschen

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