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Eröffneten den Neubau (v.l.): Architekt Wolf-Dieter Stollberg, Landrat Thomas Karmasin, Rektor Herbert Glauz. 

Erweiterung

Wo Leben und Lernen zusammenkommen

Bereits mehrere Baustellen hat das Areal um Realschule und Gymnasium erlebt. Die bisher letzte wurde gestern symbolisch mit der Eröffnung des Erweiterungsbaus der Realschule abgeschlossen. 

Puchheim – Damit haben die aktuell rund 900 Schüler ausreichend Platz. Der eigentliche Schulbetrieb in dem vier Millionen Euro teuren Erweiterungsbau wird nach den Herbstferien eröffnet.

Schulleiter Herbert Glauz sprach sehr bewusst von einem „historisch-denkwürdigen Tag“. Er verwies auf die ebenfalls gestern stattgefundene konstituierende Sitzung des Bundestages und setzte wegen des größer gewordenen Parlaments einen kleinen Seitenhieb: „Die Realschule wächst nicht immer um zwölf Prozent. Wir arbeiten sparsamer“, so Glauz.

Allerdings hat auch die Realschule Puchheim seit dem Beginn ihres Bestehens zahlenmäßig erheblich zugenommen. 1980 wurden 300 Schüler von sieben Lehrkräften unterricht, wie der aktuelle Schulleiter erzählte. Ende der 1990er-Jahre wurde in Puchheim die Realschule mit sechs Klassen eingeführt, 2004 folgte bereits ein erster Erweiterungsbau.

Mit dem neu eröffneten Teil ist aber der Gestaltungsspielraum auf dem Gelände weitgehend ausgeschöpft. Glauz dankte in diesem Zusammenhang der Stadt Puchheim, dass diese bei der Aufstellung des Bebauungsplanes die Grenzen sehr weit ausgedehnt habe. Auch das benachbarte Gymnasium habe während der Bauarbeiten keinerlei Klage geführt.

Puchheims Bürgermeister Norbert Seidl sprach davon, dass mit dem Bau auf neue Anforderungen reagiert worden sei. Eine Schule müsse sich, abgesehen von den Ferien, den Schülern ganztägig stellen. Das sei nun gewährleistet. „Leben und Lernen wird hier gut zusammengebracht“, sagte Seidl. Zudem werde der Schulstandort Puchheim mit dem Erweiterungsbau erheblich aufgewertet.

Landrat Thomas Karmasin verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass der Landkreis ganz bewusst drei solcher Bauten innerhalb kurzer Zeit ihrer Bestimmung übergebe. Es seien nicht nur Bildungsangebote zu schaffen und zu erhalten. „Die Gemeinden geben Geld an den Kreis und der Kreis muss vor den Haushaltsberatungen darlegen, für was er dieses Geld wieder ausgibt“, erklärte Karmasin. Pastoralreferent Michael Franke für die katholische und Pfarrerin Mirjam Pfeiffer für die evangelische Kirche erteilten schließlich den neuen Räumlichkeiten der Realschule ihren Segen. (Hans Kürzl)

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