Verdreckte Gummistiefel am Anfang eines Weges: Dieses Bild soll Hobby-Schriftstellern aus Puchheim und Salo als Inspiration für ihre Geschichten dienen. Foto: tb

Das aktuelle Interview

Wohin führt der Gummistiefel-Weg, Herr Paulus?

 Seit mittlerweile zehn Jahren sind Puchheim und das finnische Salo miteinander verbandelt. Zum Jubiläum der Städtepartnerschaft hat sich der Deutsch-Finnische Club etwas Besonderes ausgedacht: einen Schreibwettbewerb. Warum dieser den Namen „Gummistiefel-Weg“ trägt und wie man mitmachen kann, verrät Vorsitzender Manfred Paulus im Tagblatt-Interview.

Puchheim

-Herr Paulus, wie sind Sie denn auf die Idee mit dem Schreibwettbewerb gekommen?

Wir wollten etwas machen, dass wir sowohl hier als auch in unserer Partnergemeinde Salo in Finnland machen können, ohne dass der Aufwand zu groß wird. Vor acht Jahren haben wir bereits mit großer Resonanz einen Fotowettbewerb veranstaltet und wollten jetzt einen anderen Weg gehen.

-Das Foto, mit dem Sie zu dem Wettbewerb aufrufen, zeigt Gummistiefel. Warum?

Der Wettbewerb heißt ja Gummistiefel-Weg, deshalb auch das Bild. Die Idee dazu und das Foto stammen aus Finnland. Das Bild soll die Teilnehmer dazu inspirieren, die Geschichte weiterzuentwickeln. Es steht ja auch noch folgender Text dabei: „Seit Wochen liegen auf einer Wiese, ein Stück weit weg von dem Weg, der in den Wald führt, ein Paar große, dreckige Gummistiefel. Normalerweise kommt hier kaum jemand vorbei. Warum die Stiefel wohl dort liegen? Wie sind sie hergekommen?“ Da ist dann die Fantasie der Teilnehmer gefragt, die Geschichte weiterzuerzählen. Ob es nun eine Liebesgeschichte oder ein Krimi wird, bleibt jedem selbst überlassen.

-Wie läuft der Wettbewerb denn genau ab? Darf jeder mitmachen?

An sich richtet sich die Herausforderung erst einmal an alle Puchheimer, da es ja um die Partnerschaft der beiden Städte geht, aber prinzipiell kann jeder mitmachen. Wir wollen die Teilnehmer dann in zwei Gruppen aufteilen. Die über 18-Jährigen und die darunter. Denn Kinder und Jugendliche sollen ebenfalls mitmachen. Für die Kleinen gibt es zusätzliche Preise, so dass sich gute Einreichungen nicht mit denen der Großen messen müssen. Die Geschichte sollte auf eine DIN A4-Seite passen. Parallel findet in Salo der gleiche Wettbewerb statt.

-Wer sitzt denn in der Jury?

Für die Jury haben wir uns extra Leute außerhalb des Vereins gesucht, die sich aber mit Literatur gut auskennen. Zum einen macht Otto Linseisen von der Stadtbibliothek mit, dann Hariet Paschke, die Literatur-Beisitzerin vom Kulturverein. Und zu guter Letzt Nicola Bräunling von der Buchhandlung Bräunling. Dort können die Beiträge übrigens auch abgegeben werden.

-Wo kann man seine Beiträge sonst noch einreichen und vor allem wie lange?

Wir stellen noch eine Box im Rathaus auf, in die man seine Geschichten werfen kann. Man kann auch zu uns in die Edelweißstraße 50 kommen oder man schickt sie auf dem elektronischen Weg an info@puchheim-salo.eu. Einsendeschluss ist der 22. März.

-Was passiert mit den Texten, wenn der Wettbewerb vorbei ist?

Nachdem die Siegerbeiträge feststehen, werden sie ins Finnische übersetzt, und auch in Salo werden die Texte ins Deutsche übersetzt, so dass wir am Ende einen kleinen Band erstellen und veröffentlichen können. Anschließend werden die Geschichten in einer öffentlichen Lesung in der Buchhandlung Bräunling vorgetragen. Der Buchband wird dann bei unserer Jubiläumsfeier am Samstag, 16. September, vorgestellt.

Das Gespräch führte Tom Eldersch.

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